Logo

Momentan online :

 1 Besucher

Anzahl Nutzer seit dem 22. Mai 2003 :

 6345 Besucher

Größte Zahl gleichzeitiger Nutzer :

 24 Besucher (10.03.2009)

Aktuellste Neuigkeiten :

 29.02.2012

Letzter Eintrag im Forum :

 04.09.2016 | 21:50 Zum Thread

 

 

 

 
 
 
www.schattenburg.ch - Erste Welt - Die 100 Königreiche - Die Stämme von Andruin

Die Stämme von Andruin

In der weiten Ebene von Andruin, wo der Wind der Herrscher der Tundra ist, leben oder überleben einige harte und stolze Menschen. Sie, die Söhne und Töchter Valorions, welche die acht Stämme Andruins bilden, fürchten nichts – nichts ausser ihre Freiheit zu verlieren. Ihre Freiheit ist ihr Stamm, ihr Leben ist die Familie, ihr Herz die Ebene. Doch was auch geschieht, nur die Winde blasen ewig...

In der Ebene gibt es acht Menschenstämme. Sie sind Nomaden und ziehen in weiten Gebieten umher um ihre Herden mit Nahrung zu versorgen. Sie sehen sich als ein Volk, leben aber sehr selbstbestimmt. Die Stämme selbst treffen sich nur einmal im Jahr am heiligen See von Norham.

Die Stämme

Häuptling

Stammesfarbe

Geldring

Bendinor

Rot

Reidhar

Wendern

Gelb

Amnok

Savaron

Grün

Wylfling

Ryne

Braun

Dangari

Tirek

Indigoblau

Shadedron

Bitorn

Schwarz

Corin

Alanar

Grau

Ral

Ragnar

Violett

Die Geschichte der Vorfahren

"Einst, vor ungezählten Jahren, lebte unser Volk an einem Ort jenseits der Berge. Unsere Vorfahren lebten im Überfluss und unter dem Schutz vieler Götter. Doch wo Überfluss herrscht, ist der Neid nicht weit und durch den Neid fand das Böse einen Weg in das Land der Vorfahren. Aus Streitigkeiten und kleinen Zwistigkeiten wurden Fehden und Kriege. Schliesslich verfärbte sich die Sonne zur Farbe des Blutes und in ihrem Licht wandelten die Krieger des Bösen über das Land und tränkten es mit Blut. Viele Götter wandten sich ab vom Volk der Vorfahren und überliessen sie ihrem Schicksal. Allein Amara die Lebensspenderin und ihre Schwester Krath die Eifersüchtige, sowie Sorh und Sturgart blieben ihrem Volk treu.

Doch das Böse ruhte nicht und erweckte das Blut der Gefallenen zum Leben, um jenen, die Treu im Glauben waren, das ihrige zu nehmen. Doch da verbanden sich Amara und Sturgart und segneten Männer und Frauen ihres Volkes, welche nun das lebendige Blut in sich aufnehmen konnten und es vom Makel des Bösen zu befreiten vermochten. Doch selbst diese heiligen Männer und Frauen konnten dem Ansturm der Verdammten nicht lange widerstehen. So sandte Sturgart seinen eigenen Sohn, welcher auch das Kind einer Sterblichen war, zu seinem Volk.

Um seine Aufgabe erfüllen zu können erhielt Valorion, Sohn des Sturgart, von jedem der Götter ein Geschenk. Der Herr des Kampfes schenkte seinem Sohn ein Schwert welches Tod und Vernichtung über seine Feinde bringen sollten und welches der Gott Heimdall nannte. Die Herrin des Lebens schenkte dem Halbgott einen Schild, welcher ihn vor allem Übel bewahren sollte und welchen sie Iduna nannte. Der Fürst des Totenreiches schenkte ihm einen stolzen Hengst aus seinen Stallungen, welcher jedes Hindernis überwinden konnte und den Namen Hel trug. Die Herrin der Heimlichkeit aber schenkte Valorion einen Umhang, welcher ihn vor feindlichen Augen beschützen sollte und Generationen später den Namen Gullweigs Zorn tragen sollte.
So gerüstet erschien Valorion dem Volk seines Vaters und führte die Überlebenden unter grossen Gefahren über das mächtige Gebirge, dem Wall der Welt – das Himachal. Viele Schlachten schlug er in der jahrelangen Reise, während Kraths Mantel das Volk verbarg.
Als Valorion schliesslich auf die Ebenen von Andruin sah, wusste er, dass dies die Heimat seines Volkes sein würde. Doch die Ebenen waren die Heimat von Geistern, welche das Weite Land nicht teilen wollten.
Inzwischen war das Volk unserer Vorfahren klein geworden und geschwächt von der Reise. Valorion wollte den Beginn der Neuen Geschickte nicht mit dem Blut seines Volkes beflecken. So ritt er aus um mit den Geistern zu verhandeln. Als er zurückkam hatte er Hel, die Gabe Sorhs, nicht mehr bei sich. Er hatte den Hengst den Geistern überlassen und so einen ewigen Vertrag mit ihnen besiegelt. Die Geister überliessen von diesem Tag an Valorions Volk die Hälfte der Ebenen und liess es unbehelligt in diese neue Heimat ziehen.
Endlich waren die Vorfahren in ihrer neuen Heimat angekommen! Sie sammelten sich am Norham-See und Valorion ging mit seinen Acht Söhnen zur Götterinsel. Dort weihte er die Insel den Göttern und übergab seinen Söhnen die Führung über sein Volk. Jedem der Acht schloss sich ein Teil des Volkes an und seither streifen sie durch die Weiten von Andruin."

Die Söhne Valorions waren Geldring, Reidhar, Amnok, Wylfling, Dangari, Shadedron, Corin und Ral.

Neuere Geschichte

Es begann vor etwa zwei Jahren, als die Stämme ihre Wintertrelds verliessen um zu ihren Frühlingsweiden zu ziehen. In jenem Jahr war der Winter kalt und lang gewesen, jedoch arm an Niederschlägen. Und als die Stämme zu ihren angestammten Weidegründen kamen, war es überall das Selbe – die Quellen waren versiegt und die spärlichen Flüsse trugen selbst im Frühjahr kaum genug Wasser. Nach kurzer Zeit entdeckten sie, dass die Quellen Andruins versiegt zu sein schienen, ebenso wie die Flüsse, welche die Ebene tränkten.
Fahrende Händler versuchten daraus Gewinn zu schlagen und den verzweifelten Stämmen Wasser zu verkaufen. Einer der Händler war sogar so dreist, am Norham-See aufzutauchen, wo sich die Stämme versammelt hatten. Zum Ersten mal seit Menschengedenken fand die Stammesversammlung bereits im Frühjahr statt und zum ersten mal feierten die Stämme gemeinsam das Richtfest zu Ehren der Mutter.
Schliesslich sah der Händler ein, dass der Norham-See nicht austrocknen würde und zog seines Weges – er bemerkte seine heimliche Eskorte nicht, als er zu einem Turm zog, welcher den Klanleuten bis anhin unbekannt war. In der Annahme, dass der Magier die Wasserknappheit verursacht hatte um Profit aus der Not der Stämme zu schlagen, stürmten die erbosten Klanleute den Turm. Viele Klanmänner fielen hinterhältigen magischen Fallen und furchtbaren Zaubern zum Opfer. Schliesslich stand nur noch einer – Kordilvar, Sohn von Ragnar und Luifa vom Stamm der Ral – im Blutrausch gefangen stürzte er sich auf den Magier, schlug seinen Kopf immer wieder gegen die Wand, bis er hörte, wie dessen Schädel brach und noch einige Mintuten danach.

Kordilvar, Sohn von Ragnar und Luifa, vom Stamm der Ral, hatte den Magier getötet. Die Wurzel des Übels war ausgemerzt worden, und viele Krieger waren dabei getötet worden. Doch das Übel blieb. Die Quellen blieben trocken und die Flüsse versiegten im Verlauf des Sommers vollständig.
Der Grosse Rat versammelte sich viele Tage. Die Priester waren ratlos. Die Götter schwiegen. So beschloss der Rat, aus jedem Stamm einen Krieger zu wählen, der hinaus in die Welt gehen sollte um das Rätsel des Wassers zu lösen und das Wasser wieder nach Andruin zu bringen.
Die Geldring schickten Wendred. Die Reidhar schickten Tarol. Die Amnok schickten Nandrak. Die Wylfling schickten Morred. Die Dangari schickten Dandras. Die Shadedron schickten Rundrak. Die Corin schickten Senarion. Die Ral schickten Kordilvar.
Die Wassersucher zogen hinaus in die Welt. Manche gingen in die Berge. Einer ging in das Land der Geister. Andere wiederum zogen in den Süden, in die zivilisierten Länder.

Religion

Die Stämme haben eine tetratheistische Religion. Mit anderen Worten – ihr Pantheon umfasst vier Gottheiten. Diese sind:

Amara, Mutter des Alls

Krath, die Dunkle und Launenhafte

Sturgart mit dem Schwert des Krieger

Sorh, der Richter und Vollstrecker

Sozialstruktur

Stammesversammlung:
Einmal im Jahr im Hochsommer treffen sich alle Acht Stämme am Heiligen See von Norham. Hier werden die Bande zwischen den Stämmen geknüpft und die gemeinsamen kulturellen Wurzeln gepflegt. Junge Leute, die in ihrem Stamm keinen Ehepartner gefunden haben, hoffen hier jemanden zu finden. Ausserdem findet jedes Jahr ein grosser Markt mit fremdländischen Händlern statt, auf welchem sich die Stämme mit Gütern, die sie nicht selbst herstellen können, eindecken. Hierbei handelt es sich fast ausschliesslich um Tauschhandel, da die Stämme wenig praktische Verwendung für Münzgeld haben. Die Stämme tauschen dabei vor allem Felle, Lederwaren, Nutztiere, Steinschmuck, Kräuter und die begehrten Amarischen Herdenhunde gegen Gewürze, Salz, Stoffe, Metall, Waffen, Honig, Heilkräuter und sonstige Gebrauchsgüter.
Die Stammesversammlung wird stets von ausgiebigen Festen, Rennen (das wichtigste ist das Induran-Rennen), Wettstreiten, Spielen oder dem beliebten Bardenwettkampf begleitet.
Wichtigster Grund der Stammesversammlung ist jedoch "Der Grosse Rat" auf der Pfeilinsel und, dass die Priester ihre Rituale im Götterkreis auf der Heiligen Insel ausführen.

Grosser Rat:
Dies ist das jährliche Zusammentreffen aller Häuptlinge auf der kleinen, Pfeilförmigen Halbinsel des Norham-Sees. Jährlich werden hier die Flaggen der Stämme gehisst und das grosse Ratszelt aufgebaut. Häuptlinge, ihre Wertaine und die Abgeordneten der verschiedenen Priesterschaften nehmen daran Teil. Stimmberechtigt sind nur die Häuptlinge. Hier werden Streitigkeiten zwischen den Stämmen sowie Wergeld-Forderungen zwischen diesen geregelt. Ausserdem werden hier Gesetze erlassen, Richtsprüche über schwerwiegende Vergehen gefällt und vor allem die Freundschaft zwischen den Stammeshäuptlingen gepflegt (da dies Voraussetzung für den Stammesfrieden ist).

Götterkreis:
Der Götterkreis ist ein Steinkreis auf der Heiligen Insel des Norham-Sees. Dieser Kreis ist allen vier Göttern geweiht und deshalb der heiligste Ort von Andruin. Nur Priester dürfen diese Insel betreten und sie tun dies nur am längsten Tag des Jahres, dann vollziehen sie gemeinsam die Rituale und erbitten den Segen der Götter auf die Stämme.
Die Priester der Krath haben schon seit Jahrhunderten nicht mehr an diesem Ritual teilgenommen, ebenso wenig wie am Grossen Rat. Das Recht dazu haben sie jedoch noch immer…

Häuptlinge:
Die Häuptlinge besitzen in ihren Stämmen die absolute Autorität. Sie haben immer die letzte Entscheidung, und noch nie ist es vorgekommen, dass sich ein Stamm gegen seinen Häuptling gestellt hat.
Der Häuptling kann seinen Nachfolger wählen, der Stamm muss dieser Wahl jedoch zustimmen. Wird einem Kandidaten diese Zustimmung nicht zuteil, wählt der Stamm selbst einen neuen Häuptling.
Ist ein Häuptling aus irgendeinem Grund nicht mehr in der Lage, den Stamm zu führen – sei dies aus körperlichen, geistigen oder anderen Gründen – wird von ihm erwartet zum Wohle des Stammes sein Amt aufzugeben. Weigert sich der Häuptling und wird seine Unfähigkeit offenkundig, gilt das als Verletzung der Loyalität gegenüber dem Stamm. In diesem Fall können die zehn Ältesten des Stammes und der Wertain zusammen den Stamm zusammenrufen um über die Führungsansprüche des Häuptlings zu entscheiden. Nur so kann ein Häuptling gegen seinen Willen abgesetzt werden.
Alle Mitglieder der Familie des Häuptlings besitzen einen hohen sozialen Status. Die Frauen seiner Familie haben mehr Rechte und Freiheiten als andere Frauen des Stammes (mit Ausnahme der Priesterinnen). Die Häuptlingsfrauen tragen ausserdem die Verantwortung für die Vorräte des Stammes und haben beim Auf- und Abbau des Lagers die Oberaufsicht.

Getinga:
Obwohl der Häuptling meist den letzten Richtspruch innerhalb des Stammes hat, kann es vorkommen, dass ein Getinga einberufen wird. Hierbei wird über ein Stammesmitglied gerichtet, welche den ganzen Stamm auf irgendeine Weise bedroht. Für das Getinga wird eine Jury (Tinga) von acht Personen gewählt, welche am Ende des Getingas das Urteil sprechen. Vorsitzender des Getingas ist der Häuptling. Er stellt den Unparteiischen des Getingas dar und sitzt deshalb stets hinter dem Rücken der beklagten Person. Die beklagte Person muss während des ganzen Getingas mit dem Rücken zum Häuptling stehen und darf kein Wort sprechen. Während des Getingas dürfen alle Stammesmitglieder, welche dies wollen für oder gegen den Beschuldigten sprechen. Am Ende beraten sich die Tingar und verkünden das Urteil, welches dann sofort vollzogen wird.

Wertain:
Befehlshaber des Werod. Diese Männer unterstehen unmittelbar dem Häuptling. Je nach Grösse des Stammes gibt es mehrere Wertaine in einem Stamm, selten jedoch mehr als drei. Der Wertain wird durch einen goldenen Gürtel gekennzeichnet und durch den Häuptling ausgewählt.

PriesterInnen:
PriesterInnen haben einen ähnlichen sozialen Status wie die Wertaine. Sie sind dafür verantwortlich, dem Stamm die Gunst der Götter zu erhalten. Ihre Weisheit wird hochgeschätzt, ebenso wie die Heilkräfte der Priesterinnen Amaras. Amara, Surgart und Sorh und ihre PriesterInnen sind elementare Teile des täglichen Lebens. Aber auch sie erwerben sich den Respekt der Stammesmitglieder nicht allein durch ihren Priestertitel, sondern vor allem mit harter Arbeit und dem Dienst am Stamm. Auf einen närrischen Priester würden die Stammesmitglieder ebenso wenig hören, wie auf das Wort eines Verbannten.

Herdenmeister:
Der Herdenmeister hat die oberste Aufsicht über die Herden. Da die Herden den Reichtum des Stammes darstellen, trägt der Herdenmeister eine grosse Verantwortung. Er teilt auch die Hüter, welche vom Werod gestellt werden in ihre Wachen ein.

Hebamme/Heilerin:
Hebamme und Heilerin sind meist Priesterinnen Amaras, aber auch wenn dies nicht der Fall ist, sind diese höchst angesehen, denn im rauen Leben der Stämme sind schwere Verletzungen von Mensch und Tier keine Seltenheit und Nachkommen von beiden sind der Garant für das Überleben des Stammes. Aus diesem Grund sind diese Frauen höchst angesehen und niemand ausser dem Häuptling oder dessen Frau wagt es, ihnen Befehle zu erteilen oder unfreundlich zu ihnen zu sein.

Herdwache:
s. o. Im Treld schlafen die unverheirateten Herdwachen, ebenso wie die Krieger des Werods in der Grossen Halle, vor den Gemächern des Häuptlings. Goldschmuck dient als Auszeichnung des bewährten Kriegers. Herdwachen tragen eine goldene Torque, einfache Krieger Armbänder, Broschen oder Gewandketten aus Gold. Je mehr Gold ein Klanmann trägt, desto besser ist sein Ruf als Kämpfer. Ein entehrter Kämpfer verschenkt all seinen Schmuck, schneidet sich die Haare und kann seine Laufbahn als Kämpfer von ganz unten neu beginnen, wenn er dies wünscht.

Recht

Die höchste Rechtliche "Institution" der Stämme ist der Grosse Rat. Entscheidungen, welche von diesem getroffen werden sind absolut unanfechtbar. Allein der Grosse Rat selbst kann Gesetzte, Urteile und Strafen, welche durch ihn getroffen wurden wieder aufheben. Dies geschieht jedoch nur äusserst selten.

Die höchste Instanz innerhalb des Stammes ist das Getinga. Dieses wird jedoch nur selten einberufen. Nur bei Angelegenheiten, die den ganzen Stamm betreffen und wenn der Häuptling sein Einverständnis dazu erteilt. Selbst der Häuptling kann das Urteil des Getinga nicht aufheben. Dies kann nur das Getinga selbst oder der Grosse Rat. Zweiteres ist jedoch noch nie vorgekommen, da es als Einmischung in "Innere Angelegenheiten" angesehen würde. Das Getinga hat ein solches Gewicht, weil es als Urteil des ganzen Stammes gilt. Jedes Stammesmitglied (ausser der/die Beschuldigte) hat das Recht am Getinga zu sprechen und so das Urteil zu beeinflussen.

Der Stammeshäuptling ist der Richter in allen alltäglichen Dingen und in jenen Dingen, in denen das Stammesgesetz eindeutig ist. Ohne sein Einverständnis kann auch kein Getinga einberufen werden.

 

Letzte Änderung am 18.12.2008
 
www.schattenburg.ch