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www.schattenburg.ch - Erste Welt - Sagen und Mythen

Sagen und Mythen

Hier werden die Sagen und Legenden, welche in vergangenen Zeiten und auch noch heute erzählt werden, festgehalten, auf dass sie nicht dem Vergessen anheim fallen.

Die Legende der Goldenen Stadt

Als die Götter sich entschieden den Menschen zu erschaffen, formten sie ihn zuerst aus Lehm. Aber der Mensch wurde vom Fluss hinfort gewaschen. Wieder schufen sie den Menschen, diesmal aus Holz, aber das Feuer verzehrte das Holz. Wieder versuchten sie es, dieses mal aus Gold, wertvoll und ewig. Sicherlich würde der Mensch aus Gold überdauern und den Göttern dienen wie sie es wünschten. Aber da war kein Herz, kein Atem war in dem Gold und so konnte es nicht leben. Obwohl wunderschön, stark und verlockend, war der Mensch aus Gold eine falsche Hoffnung. Er konnte den Göttern nicht gefallen.
Um die Menschheit zu schaffen, mussten die Götter von sich selbst geben. Nur von ihrem eigenen Fleisch und Blut konnten die menschlichen Wesen ins Leben treten und sich mehren. Und so war es fortan, dass die wahren Werte allein mit dem grössten Preis erkauft werden können – dem eigenen Selbst.
Diese Weisheit ist den Göttern vorbehalten, denn die Menschen sind närrisch. Als die Menschen des Nordens den Menschen aus Gold fanden, beugten sie sich vor dem Ding und beteten es an, da sie glaubten es sei ein Gott. Das erzürnte die Götter und sie Zerstörten die blasphemischen Menschen.
Wieder fanden Menschen den Goldenen Menschen. Bei dem Anblick von so viel Reichtum, füllte sich ihr Herz mit Gier und sie stürzten ihn und schmolzen ihn um Schmuck und wertvolle Dinge zu schaffen. "Jetzt" sagten sie, "sind wir reich und müssen nie mehr arbeiten".
Aber als jeder Gold besass, verlor es seinen Wert. Keiner konnte arbeiten, denn alle waren reich und reiche Leute haben es nicht nötig zu arbeiten. Niemand kümmerte sich um die Felder. Hunger zog in die Häuser ein und Banden böser Menschen stahlen und töteten, nicht nur um zu überleben, sondern um so viel Gold zu stehlen wie sie konnten.
Jahre vergingen, und ein drittes Volk von Menschen, die Azuposi, kam. Sie fanden viel Gold zwischen den Knochen der bösen Menschen. "Dieses Gold ist gefährlich" warnte der Häuptling Tapeyzin. "Es ist ein Geschenk der Götter, aber schaut wie die Liebe dazu diese Menschen zerstört hat. Deshalb wollen wir es nehmen, aber es weise verwenden um die Götter zu erfreuen, wenn sie aus den Himmeln zu uns schauen und die Schönheit erblicken, welche wir zu ihren Ehren erschaffen haben. Wir werden ihnen Goldene Schüsseln zum Geschenk machen und Gold in ferne Länder verkaufen um Gaben für die Götter zu kaufen. Indem wir das Gold den Göttern zurückgeben werden wir sie erfreuen. Und ihr Segen wird über uns sein." So wurde Michaca, die Goldene Stadt erbaut. Die Weisheit ihrer Bewohner machte sie stark. Das Gold war ihr Schatz, weil es nicht ihr Schatz war und die Gier nach Gold sie nicht erreichen konnte. Sie gaben von sich selbst um die Götter zu ehren und der Erde zurückzugeben was ihres war. Dafür belohnten sie die Götter mit Frieden und Wohlstand.

Immer noch blüht die Goldene Stadt, Kinder spielen in glitzernden Strassen. Sie werden erzogen zu wissen, dass der goldene Schein in ihrer Brust - nicht das Gold in den Mauern der Stadt - der wahre Schatz ist.

Galachans Zorn

Als die Oridianer diese Welt betraten waren sie Flüchtlinge. Ohne Hilfe ihrer hoch stehenden, wundersamen Technologie waren sie schwach und der neuen Welt vollkommen ausgeliefert. Doch zu ihrem Glück war der Ort an dem sie ankamen in der Nähe des Reichs des Feuervolkes. Das Volk war alt und stolz, doch auch am schwinden. So entschied Galachan, der König des Feuervolkes, ein Bündnis mit den Oridianern einzugehen. Mit den Führern der Häuser verband er sich, damit die Menschen in der Wahren Welt zu überleben vermochten. Und jeden von ihnen zeichnete er mit dem Mal des Feuers, welches übergehen sollte auf ihre Nachfolger, damit sie sehen konnten. Als Gegenleistung versprachen die Menschen Galachan, seinem Volk gegen die Messsra beizustehen, welche allein durch ihre Anwesenheit das Feuervolk zu bedrohen vermochten. So war es!
Und die Oridianer hielten sich an ihr Versprechen. Neun mal gab jedes Haus das Mal einem neuen Führer. Galor, der Strahlende wurde geboren. Sohn des Pelor. Und bereits hatte er zehn Heldentaten vollbracht. Da begab es sich, dass Unar, Führer des Hauses von Khom, erkannte, welche Macht die Wahre Welt in sich trug. Und er lernte die Vergessenen Künste und verbündete sich mit Meassra, der Messsra war. Doch als Unar, der die Macht von Galachans Zeichen in sich trug, dieses gegen das Feuervolk wandte, da entbrannte Galachans Zorn. Und das Zeichen suchte sich den Weg und tötete alle Führer der Häuser. Und an der Stelle wo Galachans Zorn auf Unar traf entflammte ein Feuer, dass den Himmel, die Erde und das Meer in Brand setzte. Doch die Hitze und die Flammen trafen nicht allein die Schuldigen, nein auch die Kinder Pelors, welche das Bündnis in Ehren gehalten hatten. Und so machte sich Galor auf, Galachans Zorn zu ersticken. Und als er Galachan von den Feuern gegenüberstand erkannte er ihn. Er sah dessen edle Gesinnung, doch sah er auch, dass nichts ausser Avannas Gnade seinen Zorn zu löschen vermochte. Denn wo Unrecht geschah, da brannte Galachans Zorn, bis das Erinnerte vergessen war und das Unrecht in Recht verwandelt.
Doch Galor wusste, dass sein Volk leiden würde, wenn er Galachan nicht sofort stoppte. So nahm er Dalux, den Streitkolben, welchen er von seinem Vater hatte und trat dem Zornigen entgegen und er traf Galachan vier mal, ohne dass dieser wankte. Doch dann, als Maya und Semya sich umarmten, traf er Galachan zum fünften mal mit dem mächtigen Dalux und Galachans Zorn erlosch. Doch solange ein Oridianer auf der Wahren Welt wandelt wird Galachans Zorn nicht vollkommen vergehen. Und stets wird seine Glut die Welt erhitzen, kurz bevor Maya und Semaya sich umarmen.

Erzählung Valarionasthas in Isticho

Die Sechste Tat des Einhändigen Galor

Im Herzen der Welt, dort, wo heute der undurchdringliche Nachtforst steht, hatte der König der Lichtalben ihnen eine Stadt erbaut. Simyala ward sie genannt, und ihre Mauern waren eines Elfenbein.
Der Verfluche aber neidete den Alben diese Stadt. Da erschuf er den Basiliskenkönig, eine Kreatur so schrecklich wie nichts zuvor oder danach. Jedes Wesen, das seiner ansichtig wurde, musste sterben. Sein Leib stank so gewaltig, dass die Alben vergingen, wenn er sich nur näherte.
Die Stadt der Lichtalben aber ward vergiftet. Ungeziefer und Unkraut nahmen überhand, und nichts, was dort wuchs oder wandelte, hatte der Ingwaz Segen. Die Strassen waren schwarz vor Ratten, und das Gekreuch erwählte sich gar einen Kaiser. Jene Alben, die nicht die Seuche dahinraffte, verwandelten sich in Katzen und führten Krieg gegen die Ratten.
Diese Mär hörte der Göttersohn Galor. Da nahm er die Waffe seines Vaters und sprach zu seinem göttlichen Erzeuger: "So will ich denn nun sehen, ob diese Kreatur mehr denn sieben Streiche mit der Waffe erträgt."
So ging Galor zum Herzen der Welt. Als er Simyala erreichte, fand er einen Tarnmantel. Der war von weissem Schlangenleder und machte seinen Träger unsichtbar und unverwundbar. Da der Basiliskenkönig des Helden nicht ansichtig wurde, konnte auch der Held den Anblick des Ungeheuers ertragen. So trat er hinzu und brauchte sechs Hiebe, um den Basiliskenkönig zu töten. Das Gift des Ungeheuers aber kroch ihm ins Blut, und der Göttersohn wusste, dass er bald sterben müsste.
Die Stadt der Lichtalben jedoch steht auch heute noch, verborgen hinter einem Wall von Dornen, Blutblatt, Rattenpilzen und Würgeranken. Und die Katzen von Simyala streichen durch die Strassen, dösen auf den elfenbeinernen Thronen und bewachen die unermesslichen Schätze der Lichtalben.

Götter und Heldensagen vom Anbeginn der Zeiten, gekürzt;
König–Benar-Ausgabe, Tulvar, 963 n.RG.

 

Letzte Änderung am 21.12.2008
 
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