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www.schattenburg.ch - ehemalige Gruppen - Ravenloft - Tagebuch - Die Mitternachtsrose

Die Mitternachtsrose

Tag 1 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Endlich ist es so weit, morgen wird Sima Yi Isawa das Portal beschwören, welches uns direkt zur Ruinenstadt Nod bringt und wo wir hoffentlich die Mitternachtsrose finden werden. Nur mit ihrem Nektar kann Sima ein Gegengift für Jassralla herstellen, welche mir der Doge Luthix vergiftet wurde. Hoffentlich geht alles gut, denn es sind bereits fünf Tage vergangen, während denen ich Jassralla ihre Droge verabreichen muss, und wir haben nur 30 Tagesdosen. Seit sie die Droge zu sich nimmt, ist sie in einem Dauerzustand der leichten Benommenheit und man erkennt auf den ersten Blick das zerstörerische Werk des Giftes. Doch ohne ihre tägliche Dosis wäre sie schon längst tot, so hat sie wenigstens eine Chance. Doch die Reise ist gefährlich und was ist, wenn mir etwas geschieht? Ich bin die einzige, welche ihr die Droge verabreichen kann...

Tag 2 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Was für ein Tag, eine Reise kann nur schwerlich schlechter beginnen! Es war schon unheimlich, als Sima aus den Schatten ein wirbelndes Tor bildete, doch die Not und Sorge um Jassralla trieb uns durch das Portal. Dahinter nur eine graue Leere, ohne Raum, ohne Zeit. Nur vier Lampen leuchteten uns den Weg durch die düstere Unendlichkeit und sollten uns direkt nach Nod führen. Doch dann hörten wir Simas Schrei und ein Beben durchfuhr diese fremde Welt. Der Pfad wand sich und schüttelte uns ab...
...wir fanden uns in auf einer Insel wieder, jedoch nicht in Nod selber sondern am Strand. Diese Welt ist uns sehr fremd, es hat weder Sonne noch Mond und die Farben sind kränklich. Wir machen uns zwar sorgen um Sima und die Rückkehr, doch noch wichtiger ist, überhaupt die Ruinenstadt zu finden. Die Insel ist von einem dichten Wald bedeckt und so sind wir den ganzen Tag der Küste gefolgt.

Tag 3 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Sirisia hatte heute Pferde beschworen und wir ritten weiter dem Strand entlang. Es blieb jedoch alles beim alten: ein Strand ohne Ende zur linken und ein dichter Wald zur Rechten. Distanzen sind nicht abschätzbar, aber wir scheinen dem Vulkan nicht näher gekommen zu sein. Morgen wollen wir unser Glück im Inselinnern versuchen, aber reiten ist in diesem Dickicht unmöglich.

Tag 4 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir sind in das Inselinnere gegangen, und auf einer Lichtung fanden wir das erste Zeugnis, dass hier intelligente Wesen leben: ein steinerner Bogen aus drei Pfeiler, die in einen Spitz liefen. Im Stein war eine Inschrift zu lesen:

Fusslos schreitet der Wandere durch das Land, und wo er wandert, dort stirbt der Wald. Neues Land gebähren seine fusslosen Schritte, und des wandels Zyklus beginnt erneut.

Wir denken, dass es eine Anspielung auf den Vulkan ist, dessen Lava wohl immer wieder das Land vernichtet. Das Denkmal hob unsere Stimmung, doch wir fanden den Rest des Tages keine weiteren Anzeichen für Bewohner dieser Insel.

Tag 5 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir alle hatten heute den selben verwirrenden Traum erlebt, erinnern uns jedoch nur noch vage daran. Wir träumten, dass wir am Morgen aufstanden und weiter gingen. Schon bald trafen wir auf ein verbranntes Feld und plötzlich kam eine unheimliche Kälte und beklemmende Gefühle auf. Blasse Bewohner eines Dorfes flehten uns stumm um Hilfe...
...und dann sind wir aufgewacht, noch immer am letzten Rastplatz. Wir brachen das Lager ab und machten uns auf den Weg. Doch dann das beängstigende: schon bald trafen wir wirklich auf ein verbranntes Feld und ein Dorf - offenbar war es vor kurzem angegriffen worden. Die Menschen sind froh, dass nun bewaffnete Leute im Dorf sind, denn Monster hatten soeben einen Wagen angegriffen und die Fahrer ermordet, zudem haben sie das gesamte Saatgut und Werkzeuge geraubt. Wir versprachen, uns der Sache anzunehmen, und folgten den Wagenspuren. Wir finden den Unterschlupf der Monster und bekämpfen sie. Wir erwischten leider nicht alle Monster, morgen wollen wir ganz aufräumen und das Saatgut bergen.

Tag 6 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Die Monster waren weg, und so konnten wir das Saatgut wieder ins Dorf bringen, wo man uns zu ehren ein kleines Fest veranstaltet. Als Dank erhielten wir sehr beeindruckende Geschenke. Ein alter Zwergenkrieger, den es in dieses Kaff verschlagen hatte, schenkte uns seinen Streitkolben, den er auf seine alten Tage hin nicht mehr brauche. Wir verliesen das Dorf in Richtung Inselmitte, auch wenn niemand die Ruinenstadt Nod kannte.

Tag 7 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir trafen am Abend auf eine Strassenkreuzung und ein Gasthaus. Händler und ein paar Jäger, die ebenfalls zu Gast waren, kannten Gerüchte von Nod und meinten, dass die Stadt wohl im Osten liege, auch wenn sie es nicht genau wussten. Kurz darauf erreichte uns ein Mann aus dem Dorf, dass wir erst am Morgen verlassen hatten. Anscheinend waren die Monster zurückgekehrt und hatten alle Bewohner getötet und das Dorf abgebrannt.

Tag 8 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Am nächsten Tag waren die Jäger und der Bote spurlos verschwunden, eine Suche blieb ergebnislos. So reisten wir weiter zum nächsten Dorf, in der Hoffnung, dort einen Führer anheuern zu können. Wir hatten auf der Reise mehrer unliebsame Begegnungen mit verschiedenen Monstern und schlugen dann das Lager am Strassenrand auf.

Tag 9 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir hatten wieder alle den selben sehr realen Traum, während dem alles echt und logisch erchien. Zuerst waren wir im letzten Dorf, dann waren wir plötzlich die Fahrer jenes Wagen, der von den Monster angegriffen worden war. Auch wir bekämpften verzweifelt die Monster, starben aber einer nach dem andern…
…und wachten am Strassenrand auf. Alle waren am Leben, aber die Wunden waren echt und unsere Zauber verbraucht. Zum glück erreichten wir bald das Dorf, doch es war offenbar seit langem niedergebrannt.

Tag 10 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wieder hatten wir komische Träume und beschlossen, zurück zum Gasthaus zu reisen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Am Abend hatten wir das Gasthaus noch nicht erreicht und nächtigten wieder auf der Strasse.

Tag 11 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wieder träumten wir, wie wir im ersten Dorf waren und gegen die Monster kämpften. Wieder waren wir unterlegen und starben...
...um auf unserem Lagerplatz aufzuwachen. Müde und zerschlagen erreichten wir das Gasthaus, doch es war nur eine alte, verfallene Ruine. All dies war sehr verwirrend, doch die Zeit drängte und so reisten wir querfeldein Richtung Osten.

Tag 12 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wieder träumten wir, wie wir im ersten Dorf waren, dann waren wir plötzlich in einem Gang voller verschlossener Türen. Schlussendlich fanden wir eine offene Türe, die uns zu jenem alten Krieger führte, der uns seinen Streitkolben geschenkt hatte. Doch während das ganze Dorf brannte, war er gedankenverloren in seinem Zimmer und schien uns nicht zu registrieren. Wir konnten weder aus dem Raum fliehen, noch ihn bewegen oder sonst wie beeinflussen...

Lutgarra Broga Ottagrim

 

 

Tag 12 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir versuchen weiterhin vergeblich Irronauch dazu zu bewegen, das brennende Haus zu verlassen. Wir können offenbar nichts bewegen und nur er kann uns und sich selber jetzt noch retten. Und dann greift er plötzlich Liam an, den er mit jemandem zu verwechseln scheint. Wir können den wahnsinnigen Zwerg nur mit Müh und Not besiegen und...

...wachen wieder am Lagerfeuer auf. Müde und zermürbt reisen wir weiter und schlagen am Abend ein kleines Lager auf.

Tag 13 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Plötzlich sind wir in einem Theatersaal, dass voller Leute ist. Nach langem Warten verkündet eine Stimme, dass das Theaterstück leider ausfällt, weil wir zugelassen hätten, dass das Dorf vernichtet wurde. Wir fliehen durch einen Gang, nur um wieder in den selben Raum zu gelangen. Doch diesmal sind die Zuschauer alles Untote, und auch wenn ich wahre Wellen von St.Cuthberts heiliger Kraft aussandte, gegen diese Massen waren wir chancenlos. Sie überrannten und töteten uns...

...wir stehen am Wegrand und sehen eine schwarze Kutsche an uns vorbei rasen. 12 Pferde ziehen die Kutsche, und während dem Kutscher Ranken aus den Armen wachsen, hämmert im Innern ein Mann verzweifelt und stumm an die Fenster. Wir versuchen der Kutsche zu folgen, doch ein Baum erschlägt uns...

...und wir stehen in jener Runine nahe Introsia, wo wir damals die Spinnen bekämpften, und auch jetzt ist das grosse Spinnenwesen wieder da. Es hat Rene in seiner Gewalt und Liam tötet die zierliche Frau – wohl um sie zu erlösen. Doch ich konnte ihn keine Vorwürfe machen, denn kaum hatten wir das Wesen besiegt...

...da standen wir im brennenden Introsia. Wir fliehen...

...und wachen auf. Nach dieser langen Nacht reisen wir schweigsam weiter und verbringen endlich eine ruhige Nacht.

Tag 14 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir reise weiter und alles bleibt für einmal ruhig. Doch am nächsten Morgen sind wir wieder in Introsia. Wir sind wieder im uns langsam altbekannten Zimmer, doch diesmal hängen schreckliche Bilder an den Wänden, welche fratzenhafte Abbilder von uns sind...

...plötzlich stehen wir auf einem Feld voller Sonnenblumen, doch die Blumen sind gar keine Blumen! Es sind alles Bewohner dieser Welt, verwachsen mit dem Boden und alle flehen – denn der Schnitter kommt!

Nach einem langen Kampf besiegen wir den Schnitter, der uns offenbar in seiner Traumwelt gefangen hielt. Denn im sterben verfluchte er uns und sagte noch, dass unser Angst und Schuld seinen Herrn gemundet habe...

Lutgarra Broga Ottagrim

 

 

Tag 4 seit der Abreise vom Tsabo Kloster - schon wieder!

Alle Aufzeichnungen der vergangenen Tage sind verloren. Anscheinend hat uns eine Kreatur des Hofes der Alpträume in seine Klauen bekommen und uns fast in den Wahnsinn getrieben. Wir haben es bekämpft und schliesslich obsiegt. Dann wachten wir, zerschunden und zerschlagen, wieder an der weissen Küste dieser eigenartigen Insel auf.

Nun ja, jedenfalls hat Sima – oder besser gesagt sein drachisches Sendbild – uns am Strand gefunden und uns wieder etwas zeitliche und geographische Orientierung verschafft. Leider wusste er nichts zu berichten, das uns über die eigenartigen Ereignisse der vergangenen Tage hätte aufklären können, ausser dass er uns in einem Sturm verloren hat. Doch wenigstens haben wir nun eine grobe Karte der Insel.

Als wir noch mit Sima sprachen ist eine eigenartige, silbrig Schimmernde Kugel vor uns aufgetaucht, welche Sima nicht sehen konnte. Wir entschieden uns, zu verschwinden. Als wir die Düne erklimmt hatten, konnten wir sehen, dass die Kugel sich vervielfältigt hatte.

Tag 5 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Heute sind wir wieder auf diesen eigenartigen dreibeinigen Bogen getroffen, welchen wir bereits während unserer Gefangenschaft durch den Schnitter gesehen hatten. Er trug den selben Spruch plus zwei zusätzliche Strophen:
Fusslos schreitet...
Flügellos fliegt...
Flossenlos schwimmt...
Nach wie vor können wir uns keinen Reim daraus machen. Möglicherweise ist es eine Anspielung auf den Vulkan und dessen Lava. Nach einer kurzen Untersuchung sind wir weitergereist.

Tag 6 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Heute sind wir auf einen kleinen Pfad getroffen, welcher in unsere Richtung - südlich am Vulkan vorbei - führt. Dankbar sind wir ihm gefolgt, bis wir abends auf eine kleine Lichtung getroffen sind, an deren Rand sich ein grosses Dickicht befindet. Unter dem Dickicht haben wir Mauern entdeckt. Lutgarra und Liam haben sich als Archäologen betätigt und tatsächlich die Grundmauern von mehreren Gebäuden gefunden, welche Lutgarra zufolge sehr alt sind. Zu unser aller Überraschung hat Liam einen alten, magischen Morgenstern gefunden. Ironauchs Morgenstern! Wir sind wahrscheinlich auf die Überreste von Introsia gestossen...

Tag 7 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Als ich heute die letzte Wache machte, flimmerte es plötzlich vor meinen Augen. Nachdem ich ein paar mal geblinzelt hatte und meine Augen wieder klar sehen konnten, hatte sich die Landschaft vollkommen verändert! Statt des Waldes war da nur knochenfeiner, weisser Sand, tote, skelettartige Bäume, ein tintenschwarzer Himmel mit drei Monden. Der kleinste Mond steht im Zenit und heisst Yi’Ulud – Bote des eisigen Todes – die Namen der anderen wissen wir nicht. (Und ich frage mich, weshalb ich den Namen dieses Mondes kenne). Ausserdem ist es hier wirklich sehr kalt! Wenigstens hat es auch hier einen Berg mit abgebrochener Spitze. Uns blieb nichts anderes übrig als zu hoffen, dass es sich um den Vulkan handelt und weiterzugehen. Doch irgendwann gegen Mittag dieser "Wachphase" (denn die Monde bewegen sich nicht und der Tag scheint niemals zu kommen), schoss etwas aus dem Sand und riss mir das Bein mit einer eisigen Klaue auf. Untote! Von einem Augenblick zum nächsten waren wir von untoten Skeletten umzingelt. Ich war so geschockt und voller Abscheu vor diesen wiedernatürlichen Kreaturen, dass sie doch tatsächlich alle bis an mich herankamen, bevor ich etwas unternehmen konnte. Ich versuchte schliesslich – auf meine Deckung achtend – Lutgarra magisch zu beschleunigen. Schlussendlich hat sie von uns am meisten Ahnung von diesen unnatürlichen Wesen. Doch diese abscheulichen Wesen machten es mir unmöglich mich zu konzentrieren und so zerfaserte das arkane Muster, bevor ich es vollenden konnte. Dann machten mich diese Skelette nieder.
Irgendwann - die Skelette waren weg - holte Jassralla mich wieder zurück und Lutgarra heilte mich weiter.

Tag 8 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Lutgarra hat das Wasser vergessen! Gegen "Mittag" ging uns deshalb trotz Rationierung das Wasser aus und wir waren so am Ende, dass wir unser Lager aufgeschlagen haben um Kräfte zu sparen, bis Lutgarra wieder Zauber vorbereiten konnte. Ich bin trotz Kälte und Durst eingeschlafen, als Liam mir plötzlich einen Tritt verpasste. Ein Skelett griff uns an! Es sah aus wie die anderen Dinger, welche uns am Tag zuvor angegriffen hatten, nur dass es eine Zunge hatte, welche herausschnellte und den Getroffenen lähmte. Ich habe dem Ding zwei Blitze verpasst, doch dann hat es mich mit seiner Zunge getroffen. Gegen Ende des Kampfes waren nur noch Jassralla und Liam in der Lage zu kämpfen. Dann fiel Liam und Jassralla musste allein um unser aller Leben kämpfen. Mit letzter Kraft schaffte sie es, dieses Ding zu vernichten. Corellon sei Dank!

Tag 9 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Als wir heute erwachten und endlich die Wasserflaschen gefüllt werden sollten, flimmerte es erneut vor unseren Augen und mit einem mal befanden wir uns inmitten eines schwül-heissen Dschungels. Dank der am Abend zuvor gespannten Plane und unser Lage dazu, konnten wir in etwa abschätzen, in welche Richtung wir gehen mussten und machten uns auf den Weg.

Plötzlich erschien vor uns ein durchscheinender Menschenmann. Er schien so Mitte dreissig zu sein und winkte uns zu sich. Vorsichtig folgten wir ihm – da er uns sowieso in die Richtung führte, welche wir sowieso schon eingeschlagen hatten. Schliesslich nach einer guten halben Stunde, gelangten wir auf eine Lichtung. Dort auf dem Moos, an einen umgestürtzten Baum gelehnt, lag ein Skelett. Der durchsichtige Mann jedoch war verschwunden. Das Skelett war von einem Menschen und offensichtlich schon sehr alt. Ein zerfetzter Rucksack lag unter den Knochen. Das einzig Interessante darin war ein altes Tagebuch. Leider ist es fast gänzlich zerfallen, als Fist es einfach öffnete.

Wie dem auch sei! Aus dem Tagebuch ist ersichtlich, dass dieser Mensch in der Stadt Nod war und von einem Wesen das dort haust, gejagt und in den Wahnsinn getrieben wurde… Als ich zu ende gelesen hatte, schnitt ich mich an den Seiten des Buches und mit meinem Blut formte sich eine Schrift, welche uns darum bat, die Überreste des Mannes zu zerstören, damit dieser Frieden finden konnte. Wir folgten diesem Wunsch und haben das Skelett daraufhin verbrannt.

Sirisia Andûrïe Galanodel

 

 

Tag 10 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Im Schatten der Baumriesen reisen wir weiter durch den Dschungel, von überall her vernehmen wir das Summen riesiger Insekten, welche uns jedoch ebenso in Ruhe lassen wie die gefährlichen Schlingpflanzen. Am Nachmittag kommt dann aber bereits der erste Rückschlag: völlig unvorbereitet treffen wir auf eine riesiges Insektenwesen, welches wir nur mit grosser Mühe besiegen konnten. Schwer verletzt müssen wir jedoch eine Rast einlegen und können erst später weiter reisen.

Tag 11 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Während dem Morgenessen schimmert die Luft ein weiteres mal und wir sind wieder in einer neuen Welt. Ha’ Lassara, die unbarmherzige Bringerin des flammenden Verderbnis, steht über uns. Wir haben keine Ahnung, wieso wir den Namen dieser rieseigen Sonne kennen, welche direkt über unseren Köpfen zu schweben scheint und die sowohl aus uns und als auch aus dieser Welt alles Leben hinaus zu brennen scheint - wobei diese Welt wohl kaum Leben beinhalten kann. Es ist eine Kristallwüste bar jeden Lebens, welche das Licht blenden hell in alle Richtungen wirft und durch die nur ein unbarmherziger Wind streift. Er bringt feinen aber messerscharfen Kristallstaub mit sich, der die Augen zusätzlich reizt und schon bald sind Sirisia und Liam blind.

Tag 12 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Auch am nächsten Tag geht es den beiden nicht besser und so führen wir sie durch diese unwirtliche Welt - genau in die Arme eines Kristallwesens. Nach einem langen, harten Kampf können wir zu dritt das Wesen zwar besiegen - doch zu welchem Preis: Jassralla ist dabei gestorben!
Wir trauern um den bitteren Verlust, doch St.Cuthbert erhört mein flehen um ein Wunder nicht. So bleibt nur noch die Hoffnung, dass Sima womöglich etwas für sie tun kann, und das bedeutet, dass wir möglichst schnell weiter müssen. Doch heute hat keiner mehr die Kraft um weiter zu gehen...

Tag 13 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Bei St.Cuthberts Knüppel, er schickte uns doch ein Wunder! Jassralla weckt uns und wir befanden uns wieder in jener toten Welt mit den drei Monden. Anscheinend haben wir alles nur geträumt und als Jassralla starb, da erwachte sie aus diesem bösen Traum. Sie erzählte uns, dass sie noch eine lachende Stimme hörte, die uns als amüsant und nahrhaft bezeichnete. Sind wir noch immer in der Welt des Schnitters? Egal, wir sind dankbar, dass die Paladin noch lebt!
Wir reisen weiter, doch wir wissen weder, wo wir sind, noch wie viel Zeit nun wirklich vergangen ist.

Tag 14-19 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir reisen ohne nennenswerte Ereignisse durch diese tote Welt, bis am Morgen des 24. Tages (oder welchen Tag wir nun auch immer haben mögen) die Luft wieder flimmert und wir uns wieder in einer anderen Welt wieder finden. Alles ist um ein vielfaches grösser als es sein sollte. Doch wir kommen ohne nennenswerte Probleme weiter...

Tag 20 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Am Morgen flimmert die Luft wieder und wir scheinen uns wieder auf der Insel zu befinden. Der Vulkan liegt vor uns, auch wenn wir nicht einschätzen können, wo wir sind.

Tag 21 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Der Vulkan ist weg, aber dafür geht es langsam Bergauf. Und dann ist es endlich so weit: unter uns liegt Nod: eine riesige Stadt aus grauem, bröckeligem Stein. In der Mitte der Stadt befindet sich ein grosses Gebäude und dahinter steht ein dreieckiger Turm. Liegt dort das Ziel unserer Reise?

Lutgarra Broga Ottagrim

 

 

Tag 21 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Nach der Verschnaufpause steigen wir den Abhang hinunter und man erkennt schon von aussen, dass das Häusermeer und die verwinkelten Gassen einem Irrgarten gleicht. Und sowohl Jassralla als auch ich spüren die unbändige Kraft des Chaos, welche in den Gassen von Nod steckt. So betreten wir nach einem letzten Zögern Nod und schon bald haben wir keine Ahnung mehr, wo wir sind. All die alten Häuser sind einsturzgefährdet und auch wenn man eines erklimmen kann: die kurvigen und verwinkelten Gassen sind so eng, dass man auch von Oben keinen Weg ausmachen kann. Einzig den dreieckigen Turm sehen wir gelegentlich, doch auch wenn wir den ganzen Tag in der Stadt umherirrten, wir sehen immer nur die selbe Seite.
So suchen wir den ganzen Tag nach einem System, doch all die unzähligen Ideen führen zu keinem zählbaren Erfolg. Dafür sehe ich plötzlich in einem Haus ein Mädchen, dass gedankenverloren auf die Strasse hinunterblickt. Doch es bemerkt uns nicht und die anschliessende Suche im Haus ist erfolglos. Am Nachmittag sieht Jassralla eine Frau, doch auch sie verschwindet wieder in den Gassen, bevor wir sie ansprechen können.
So schlagen wir am Abend sorgenvoll ein Nachtlager auf, ohne dass wir unserem Ziel näher zu sein scheinen.

Tag 22 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

In der Nacht hatte Fist ein sonderbares Erlebnis. Ein Junge mit einem Brotkorb wurde von einer Horde von Eichhörnchen verfolgt. Sie übermannten ihn, frassen al das Brot und auch der Junge wies erhebliche Verletzungen auf. Doch auch er verschwand wieder, und weder Blut noch Spuren waren auszumachen. Was auch immer diese Erscheinungen hervorruft, es ist unheimlich. Womöglich zeigen sie je vergangene Geschehnisse wieder, die einmal stattgefunden hatten. Denn hatte nicht der Primus jener Expedition, deren Tagebuch wir fanden, einen mächtigen Zeitzauber gewirkt, der beim ersten Mal fehl schlug?
Wie auch immer, wir vermuten, dass es gar kein System gibt, sondern dass der Zufall uns leiten muss. So würfeln wir jedes Mal aus, in welche Richtung wir gehen - und auch wenn die Idee gut war, es stellte sich später heraus, dass sie einen kleinen aber elementaren Fehler aufwies.
Jedenfalls irrten wir den ganzen Tag durch Nod und am Abend schlagen wir wieder ein Lager auf. Während meiner Wache höre ich plötzlich Musik und nachdem alle Wach sind gehen wir der Sache auf den Grund. Wir staunen nicht schlecht, als wir in einem Keller eine Bar finden. Lauter weibliche Gäste schauen einem Jüngling zu, der auf einer Bühne eine Strip-Show darbietet, während leicht bekleidete Männer Drinks servieren. Uns werden Tische zugewiesen und während wir unseren Tischkellner befragen wollen artet die Bühnenshow aus. Denn nach einer Versteigerung geht die Siegerin auf die Bühne, fährt dem Jüngling über die ölig glänzende Haut und entmannt ihn mit einem kräftigen Rück. Während wir ungläubig auf die Bühne starren, wird aus den Zuschauerinnen ein wahren Mob, der auf die Bühne stürmt und den Jüngling lebendig Häuten. Und dann reist die Siegerin ihm das herz aus dem Leib. Und offenbar ist die Show nun zu Ende, denn plötzlich wenden sich die Frauen uns zu. Voller Panik und Ekel fliehen wir, nur Liam schaut gebannt weiter auf die Bühne und wir können ihn nur mit Müh und Not vor dem Frauenmob retten.

Tag 23 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wir irren einen weiteren Tag durch Nod.

Tag 24 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Endlich - heute erkenne ich, welchen Fehler mein System mit den Würfeln hatte: es hatte ein System. Es ist zwar Zufall, welche Zahl kommt, aber unsere Zuordnung von Zahlen und Strassen ist systematisch. Daher pack ich einen Stein und werfe ihn bei jeder Kreuzung möglichst gerade nach oben. Wo er zu liegen kommt, in die Richtung gehe ich und St.Cuthbert sei dank, nach zweieinhalb Stunden sind wir bereist in der Innenstadt! Hier sind die Häuser schöner und edler und viele von ihnen hatten früher wohl Vorgärten. Doch auch wenn wir den Gassen von Nod entkommen sein mögen, ich fühle eine andere Bedrohung. Die Stadt scheint wachsam, die Stadt scheint wartend - ihre düsteren Fensteröffnungen beobachten uns.
Bald einmal finden wir den Park, denn wir bereits erkennt hatten, als wir von den hügeln auf Nod hinunter geblickt hatten. Hinter einer kleinen Mauer scheint ein wahrer Dschungel zu beginnen, und all das Leben ist ein grosser Widerspruch zu der toten Stadt. Am Parktor steht auf einem Schild "Park der Urzeit", doch wir haben eine Aufgabe, und so suchen wir die trauernde Kathedrale, welche wir auch schon bald finden. Auf einem grossen Platz steht sie, und ihr Anblick ist wahrlich traurig. Die Fenster wie weinende Augen, die Mauern voller Risse und Spalten und auf den bröckelnden Simses stehen Wasserspeier. Vorsichtig überqueren wir den Platz und stiegen die Treppe zum Portal hinauf, als eine Stimme warnt: "Narren, die meine Ruhe stören wollen."
Während wir anhalten, geht Liam weiter hinauf, und so manifestiert sich hinter uns eine Kreatur, die dem Primus aus dem Expeditions-Tagebuch ähnelt, aber sich in vier Wesen spaltet. Der anschliessende Kampf ist kurz und einseitig! Schwer verletzt fliehen wir in alle Richtungen und wir müssen froh sein, dass wir einige gerade noch kurz vor dem Tode retten können. Erstaunlicherweise verfolgten uns die vier Wesen nicht sondern schauten uns herablassend nach...

Lutgarra Broga Ottagrim

 

 

Tag 24 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Schwer verletzt findet sich einer nach dem andern beim Park ein, welchen wir zuvor als Treffpunkt festgelegt hatten. Jassralla und ich kümmern uns um die andern und dann schlagen wir ein Lager auf.

Tag 25 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Den folgenden Tag nutzen wir zum auskurrieren der Wunden und wir erarbeiten uns einen Schlachtplan, auch wenn wir befürchten, dass wir gegen diesen Gegner chancenlos sind.

Tag 26 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Unser Plan scheiterte kläglich! Wir hatten nicht den Hauch einer Chance und zu allem Übel fiel die unsichtbare Sirisia auch noch in die Hände des Gegners. Doch St.Cuthbert sei dank, die vier Wächter liesen Sirisia unverletzt frei, denn das Wesen ist offenbar tatsächich der Primus. Wie wir schon dem Tagebuch hatten entnehmen können scheiterte jene Expedition durch den Angriff eines bösen, unbekannten Magiers. Dieser hatte nicht nur alle getötet sondern auch noch die Seele des Primus gefangen und dazu verdammt, um auf Ewig allen den Zutritt zur Kathedrale zu verwehren.
Das Binden einer Seele kommt uns sehr bekannt vor und so suchen wir fieberhaft nach dem Expeditionslager, wo der Primus den tod fand. Und tatsächlich finden wir seine Leiche, deren Zerfall der Fluch offenbar verhinderte. Nach einigen Diskussionen verlassen wir die tote Stadt um ausserhalb nach Brennholz zu suchen. Dank unserem System des Zufalls ist der Weg drch die Gassen nun kein Problem mehr...

Tag 27 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Am Morgen weihen wir den Boden nahe der Leiche und bauen dort einen Scheiterhaufen auf. Nachdem wir für sein Seelenheil gebetet haben verbrennen wir die Leiche de Primus.
Da wir noch nicht ganz bei Kräften sind, wagen wir uns dennoch nicht zur Kathedrale, und so suchen wir zuerst den dreieckigen Turm auf. Wir wissen zwar nicht, was dieser auf sich hat, doch nachdem Liam ins Koma fällt, als er ihn beschädigen will, lassen wir lieber die Finger davon und kehren zum Park zurück.

Tag 28 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Heute haben wir uns zur Kathedrale gewagt und der Wächter ist tatsächlich verschunden. Möge die Seele des Primus ihren Frieden gefunden haben. Die Kathedrale ist jedoch leer und wir konnten nirgends die Mitternachtsrose finden. Einzig die Fenster könnten uns einen Hinweis liefern, doch wenn man sie betrachtet verfällt man in einen Schlaf, oder man verliert allem Mut, oder wird gar agressiv.

Lutgarra Broga Ottagrim

 

 

Tag 29 bis 31 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Fast alle müssen diese Tage die Nachwirkungen der Fenster auskurieren, und besonders Liam hat es natürlich wieder einmal besonders schwer getroffen. Die Zeit läuft uns langsam aber sicher davon und wir fürchten, dass nur ein gefährliches Ritual uns jetzt weiter helfen kann. Es ist jenes, dass dem Priums misslang und das wohl für diese komischen Zeitlöcher schuld ist. Doch wir haben keine Wahl, denn es hat nirgends Mitternachtsrosen und so müssem wir sie aus der Vergangenheit holen - auch wenn der Preis für ein solches Ritual imens ist.

Tag 32 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Das Ritual ist uns gelungen und bringt uns in eine Zeit, als die Katdrale und die ganze Stadt noch wunderschön und voller Leben ist. Und das beste: lauter schwarze Rosen umwuchern die Kathedrale! Doch wir stehen inmitten einer Menschenmenge und ein Künstler wird soeben des Mordes angeklagt. Sowohl das Tribunal als auch das Volk verurteilt den Mann zur ewigen Verbannung und seine Werke werden verbrannt. Anstelle dass wir uns um die Rosen kümmern verfolgen wir die Geschehnisse und erleben mit Schrecken, wie der Mann plötzlich ins Nichts hinaus brüllt, dass er den Packt akzeptiere. Und daraufhin kommen aus allen Ritzen Spinnen und hüllen dn Mann ein. Während die Menge noch geschockt ist zeichnet er ein Symbol in die Luft und aus der tiefsten Hölle erscheinen unzählige Schrecken. Ungläubig müssen wir mit Ansehen wie die Bevölkerung niedergemetzelt wird - nun wissen wir, wie die Stadt ihren Untergang fand.
Doch dann läuft das Ritual ab und wir sind ohne eine Rose wieder in unserer Zeit. Uns bleibt nichts anders übrig, um es am nächsten Tag nochmals zu versuchen.

Tag 33 seit der Abreise vom Tsabo Kloster

Wieder führen wir das Ritual aus, doch diesmal stuern wir es so, dass wir etwas weiter in die Vergangenheit reisen. Und wir können nicht nur einige Rosen bergen, wir erwehren uns auf dem Rückweg auch eines Angriffs von einem Wesen, dass in den Zeitsträngen selber zu leben scheint.

Lutgarra Broga Ottagrim

 
 

Letzte Änderung am 7.11.2005
 
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