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Elavrin

Gruppe Elavrin

Die Mitglieder der Heldengruppe:

Chin Lóng Ho Elâvrin Quenye Ardruen Talandrion Rylan Soray

Elâvrin Quenye Ardruen

Steckbrief

  • Rufname: Ela
  • Geschlecht: weiblich
  • Rasse: Elf
  • Klasse: Druide Stufe 9
  • Gesinnung: neutral / neutral
  • Gottheit: sie betet hauptsächlich zu Liadon und Dana, seltener zu Sybrian und Warrgan
  • Alter: 100 Jahre (23. Ambray 902)
  • Grösse: 1.67 m
  • Gewicht: 53 kg

Beschreibung

Aussehen

Elâvrin ist bereits im Frühherbst des Lebens angelangt, hat sie doch soeben ihren 100. Geburtstag gefeiert. Sie ist von kleiner aber durchaus kräftiger und zäher Statur, welche erahnen lässt, dass sie wohl kaum in einer bequemen Stadtwohnung aufgewachsen ist.
Elâvrin hat lange, rote Haare (wohl das einzige was man an ihr als "schön" bezeichnen kann), welches ein von Alter und Wildniss zerfurchtes Gesicht umrandet. Die Kombination von rotem Harr und türkisfarbenen Augen macht jedem schnell klar, dass ihre Ahnen wohl irgendwo aus dem fernen Norden stammen. Ansonsten ist das Gesicht zumindest gewöhnungsbedürftig - vor allem die Faden-Krätze hat dem Gesicht ziemlich übel mitgespielt, wovon unzähligen kleinen Furchen und Narben zeugen.
Wenn ihre Beine entblöst sind, dann fallen einem sicher sofort die grossen Narben auf, welche das linke Bein zieren - eine unschöne Erinnerung an ihren ersten Versuch, einen Sumpfaligator als Vertrauten abzurichten...

Charakter

Elâvrin scheint eigentlich einigermassen umgänglich zu sein. Die hat in den vergangenen einhundert Jahren zwar noch nicht viel von der grossen weiten Welt gesehen, aber gross hetzen lässt sie sich auch nicht mehr. Sie hat nicht all zu viele Träume und Ziele und so lebt sie denn auch mehr oder weniger in den Tag hinein. Sie mag keine grossen Verpflichtungen und sich nirgends all zu fest binden. Nur die Familie und ihre Sassaia scheinen ihr wirklich wichtig zu sein. Und so ist sie denn auch auf der Suche nach Enea, ihrer jüngeren Schwester. Doch diese ist schon seit weit über fünfzig Jahren irgendwo zur See unterwegs, da kommt es auch nicht drauf an, ob sie Enea morgen oder übermorgen findet...

Glauben

Elâvrin ist gläubige Anhängerin von Dana und Liadon, der Allmutter und dem Allvater, der Blutmutter und dem Lebensbringer. Ihr heiliges Symbol ist ein Amulett mit dem Zeichen Danas auf der einen Seite, und dem Zeichen Liadons auf der anderen. Das Amulett wird von einer feinen Kette aus selbernen Efeuranken gehalten.
Sie betet des Öfteren auch zu Sybrian und Warrgan, auf dass die beiden sie uns Sassaia auf ihren Streifzügen durch den Amedio Dschugel beschützen mögen...

Tiergefährte

Sassaia, eine Amedio Tigerin, begleitet Elâvrin nun schon seit bald drei Jahren...


Familie

Eltern:

Geschwister:

Ehemann:


Lebenslauf

Die Ankunft

Es war kurz vor Machtübernahme durch die Seeprinzen, als Lothanael und die Hochschwangere Niminael sich per Schiff auf nach Süden machten. Hinter sich lauter Probleme und Sorgen, mit sich kaum Geld und zwei Kinder, und vor sich eine ungewisse Zukunft.
Lothanael war sich noch immer nicht sicher ob es wirklich die richtige Entscheidung gewesen war, zusammen mit Niminael, Endowa und Assariël ihre Heimat zu verlassen. Aber Niminael konnte manchmal sehr überzeugend sein - und auch er wusste, dass sie eigentlich keine Wahl gehabt hatten. Dennoch macht er sich sorgen, denn sie wussten nicht was auf sie zu kam - sie wussten nur, dass Sasserine so weit von Zuhause weg war wie nur möglich - oder besser gesagt wie ihr Gold sie segeln lies. Doch an dem Tag als endlich Land in Sicht kam und sie Sasserine erreichte, da kam ihr drittes Kind zur Welt. Sie waren sich sicher, das musste ein gutes Omen sein, und so nannten sie das kleine Mädchen Elâvrin - "Zukunft".

Die Ersten Jahre

Auch wenn weder Lothanael noch Niminael viel von Landwirtschaft verstanden, so wurde ihnen schnell klar, dass sich ihnen da die besten Chancen ergeben würden. Wenn man dem Wald etwas Boden entlocken konnte, so kam gute Erde zum vorschein, die sich bestens für den Anbau von Baumwolle eignete. Und vor allem waren sie ausserhalb von Sasserine noch weiter von unliebsamen Augen entfernt. So bauten sie eine kleine Plantage auf und bald einmal konnten sie zumindest davon leben - wenn auch mehr schlecht als recht. Und als die Seeprinzen die Stadt eroberten, da war ihnen das eigentlich ganz recht, da die Seeprinzen die Stadt noch weiter abschotteten.
Vorallem dem kaufmännischen Geschick von Niminael war es zu verdanken, dass die Plantage in den laufenden Jahren immer besser lief. Und bald einmal konnten sie Land von der einen oder anderen umliegenden Familien übernehmen, denen Unglück oder Missernten zusetzten. So hatte die Familie bald einmal ein ganz passables neues Zuhause aufgebaut und Elâvrin wuchs in einfachen aber doch zumindest beschränkt wohlhabenden Verhältnissen auf.
Doch mit der Zeit wurde die Herrschaft der Seeprinzen immer härter, ihre Enteignungen immer Willkürlicher und bald einmal war es mehr eine Tyrannei denn eine Herrschaft. In jener Zeit kam Enea zur Welt, und es währe ein glückliches Jahr gewesen, währen da nicht die Aufstände von 924 gewesen. In jener turbulenten Zeit starb Niminael und der Rest der Familie flüchtete weit ins Landesinnere in den Amedio Dschungel, um den Unruhen zu entkommen, und fanden in Nibussaia ein neues Zuhause...

Das neue Zuhause

Die Ausbildung

Gurak war schon früh auf sie aufmerksam geworden: die Mutter verstorben, der Vater ein Wrack, und Geschwister die sich um den Vater und das Neugeborene kümmern mussten. Elvarin hatte viel Zeit und Energie - und was noch wichtiger war: ein grosses Potential - aber niemanden, der all dies in vernünftige Bahnen lenkte. Das war in den ersten Jahren noch gut gegangen, doch nun streunte sie viel Umher, machte dauernd Ärger und kummerte sich einen Deut darum, wem sie gerade auf die Füsse tratt. Aber Gurak wartete und beobachtete sie. Es lag nicht an ihm, sich einzumischen - jedenfalls nicht so lange es keinen guten Grund gab. Doch er wusste, früher oder später würde sie ihn von sich aus liefern...

Doch es war erst zwei Jahre später, als Elavrin das Fass zum überlaufen brachte. Gurak würde sich später noch oft fragen ob er nicht zu lange gewartet hatte, ob es etwas an ihrem Versagen geändert hätte. Jedenfalls hatte Elavrin durch ihr unbedachtes Handeln nicht nur einen Jäger schwer verletzt und zwei weitere in Lebensgefahr gebracht sondern auch grosse Schande auf ihre Familie gebracht. Doch auch wenn letzteres sie nicht weiter zu Kümmern schien, so war selbst ihr klar, dass sie den Bogen überspannt hatte.
Die aufgebrachten Dorfbewohner beruhigten sich erst wieder als Gurak entschied, dass er von nun an persönlich auf Elavrin achten und sie unter seine Fittiche nehmen würde. Auch Elavrin akzeptierte dies, denn sie dachte, dass der alte Echsenmann sich sowieso nicht gross um sie kümmern würde. Und so musste Elavrin Nibussaia verlassen und zu ihm in den Hain ziehen, was ihr nach der ganzen Aufregung um sie eigentlich ganz recht war und sie noch eigenständiger ihren Dingen nachgehen konnte. Doch da hatte sie sich schwer getäuscht!

Sie hatte vieles ausprobiert: aus dem Hein abhauen, ihm in allem zu trotzen, ihm gar zu leid zu leben, abzuhauen, in Wutattacken Sache zu zerstört, ihn zu ignorieren, wieder abzuhauen, ihn zu beleidigen und noch vieles mehr. Doch Gurak war erfahrener, ausdauernder, stärker, entschlossener, schlauer, willensstärker, hinterhältiger - und vor allem ausdauernder. Er ahnte viel ihrer Pläne voraus, vereitelte auf diese Art das meiste und sass das andere stoisch aus. Und bestrafte sie immer mit aller strenge. Auch wenn er so ihren ganzen Hass auf sich zog, so erlangte er mit der Zeit auch ihren Respekt. Und dann ihr interesse...
Von da an war sie eine der besten Schülerinen, von der er je gehört hatte. Wissbegierig und zuverlässig, geschickt aber auch bedacht, war sie ein grosses Versprechen und Gurak war sich sicher, dass sie später seine Aufgabe übernehmen und über den Hain und das Dorf wachen würde - wer weiss, vieleicht sogar über die weitere Umgebung. Nichts deutete drauf, wie sehr sie ihn und das Dorf im Stich lassen würde...

Die verlorenen Jahre

Sassaia


Sassaia

Nach dem unglücklichen Tode ihres letzten Tiergefährten Unguk, einem Sindubaum-Affe, hatte sie fast über ein Jahr lang keinen neuen Vertrauten gesucht. Im laufe der Jahrzehnte hatten viele Tiere an ihrer Seite gestanden, doch bei keinen war sie so direkt Schuld gewesen am Tode wie bei Unguk. Und so hatte sie es über Monate hinweg um Unguk getrauert und es nicht über's Herz gebracht, einen neuen Gefährten zu suchen. Das änderte sich aber schlagartig, als sie das erste Mal auf jene Amedio Tigerin stiess, welche ihr damals immer wieder das Wild aus den Tierfallen geklaut hatte...
Es war bei der Kontrolle eine Reuse um Tayas zu fangen, bei welcher das Korbgeflächt ausnahmsweise noch nicht aufgebrochen war. Elâvrin entnahm gerade einen der kleinen aber sehr schmackhaften Säuger, als sie plötzich auf der anderen Flussseite das leises rascheln von Farnblätter bemerkte. Sie blickte sich um musterte aufmerksam den Waldrand, und plötzlich sah sie den Tiger. Es war ihr sofort klar, dies war ihr unbekannter Wilderer, der jeweils nichts ausser grosse Tatzenabdrücke und leere Fallen hinterlassen hatte. Und offenbar betrachtete die Tigerin Elâvrins Fallen und vorallem deren Inhalt als ihren Fang. Denn kaum sah die Tigerin, dass Elâvrin an der Reuse war, da preschte das Tier mit riesen Sätzen durch das seichte Wasser auf die Druidin zu.
Elâvrin war sofort klar - entkommen konnte sie unmögich. Das Wasser war nirgends wirklich tief, aber bis zum Ufer war es viel zu weit und sie konnte nicht annähernd so schnell durch das Wasser waten wie der Tiger. Schweiss schoss aus all ihren Poren, während der Tiger zum letzten Sprint ansetzte...

Sie war mindestens genau so überrascht wie die Tigerin, als Elâvrin plötzlich wild schreiend und fuchtelnd auf den Tiger zu rannte. Wäre ihr beim Anblick des anstürmenden Tigers nicht das Herz in die Hose gerutscht, sie hätte wohl histerisch lachen müssen aber dieser dummen Idee. Und doch: wie auf ein geheimes Zeichen hin blieben beide plötzlich stehen - nur ein paar Meter trennte die beiden noch. Die Wildkatze hatte die Ohren angelegt und schien nicht recht einordnen zu können, was da soeben geschehen war. Futter das auf sie zurannte? Das war ihr dann doch etwas suspekt.
Elavrin erahnte, dass ihr Leben nun auf messers Schneide war. Sollte sie das Tier nochmals erschrecke? Würde es sich dann abwenden oder sie viel mehr attackieren? Sollte sie sich lieber ruhig aber selbstsicher zurückziehe? Sie konnte sich weder für das eine noch das andere entscheiden, und so warf sie dem Raubtier kurzerhand einen der frisch gefangenen Tayas zu. Die Tigerin fing an zu fauchen und schlug den kleinen Nager mit ihrer riesigen Pranke zur Seite. Doch als der Taya zerfetzt vor ihren Beinen im Wasser trieben, legte sie plötzlich die Ohren neugierig nach vorne und schnupperte vorsichtig. Und dann ging es schnell, die packte den Nager und zerrte in ans Ufer und verschwand im Dickicht. Und auch Elâvrin machte sich, erleichtert über diesen glimpflichen Ausgang, aus dem Staub...

Als Elâvrin am nächsten Tag die Reuse holen und in einen Fluss näher bei Nibussaia bringen wollte, da staunte sie nicht schlecht. Kaum war sie an der Reuse, da tauchte auch die Tigerin wieder auf. Doch diesmal blieb sie am Waldrand stehen und beobachtete gespannt, wie die Druidin die Reuse leerte. Und als Elâvrin einen Taya in ihre Richtung warf, da wartete die Tiger zwar, bis er weiter Flussabwärts getrieben war, doch dann machte sie sich hungerig über den Happen her. Und so begann ein Ritual zwischen den beiden, welches sich zu einer innigen Freundschaft entwickelte. Der erste Schritt zum neuen Tiergefährten war getan...

Auf nach Sasserine

Es war am 5. Yndra 1002, dem Tag ihrest 100. Geburtstages. Elâvrin feierte den Geburtstag im Kreise ihrer Freunde und ihrer Familie. Assariël war mit seiner gesamten Familie extra nach Nibussaia angereist um an diesem runden Geburtstag anwesend zu sein. Selbst oder besonders Ilistra, die jüngste Enkelin von Assariël, durfte an solch einem Familienfest natürlich nicht fehlen, hatte sie doch erst vor einigen Monaten das Licht der Sterne des Südens erblickt. Und Endowa war natürlich sowieso mit der ganzen Familie da, all ihren fünf Kindern und den unzähligen Enkelkinder. Und es war schön, alle aus dem Clan der Quenye Ardruen wieder einmal vereint zu haben. Alle bis auf Enea...
Es war in jener Nacht, als die drei Geschwister noch lange druassen im Licht der beiden Monde sassen und von früher Sprachen. Von den Leiden ihren Vaters und darüber, wie Lothanael früher gewesen war, vor dem Tode Niminaels. Endowa und Assariël redeten viel über Niminael und die Zeit vor ihrer Reise nach Sasserine. Und sie redeten natürlich auch viel über Enea und wie es ihr wohl gehen mochte. Da kam in Elâvrin zum ersten Mal der Idee auf, ihre verschollene Schwester zu suchen.
In den darauf folgenden Tagen und Wochen reifte die Idee immer mehr zu einem Entschluss. Endowa versuchte sie zwar davon abzuhalten, da sie befürchtete, dass eine Suche nach Enea 20 Jahre nach ihrem letzten Brief aussichtslos war. Und selbst wenn Enea noch leben sollte wäre es fast unmöglich, sie zu finden. Und Endowa wollte nicht auch noch ihre andere Schwester verlieren. Doch alles Zureden half nichts und so machte sie sich zusammen mit Sassaia auf den Weg nach Sasserine.
Unterwegs besuchte sie noch die Plantage ihres Bruders, welcher sich freute, sie schon wieder zu sehen. Und im gegenzug zu Endowa war er ebenfalls voller Hoffnung, dass die Suche erfolgreich sein könnte. Er war es auch, der Elâvrin soviel Gold mit auf den Weg gab, wie die Familie entbehren konnte. Elâvrin wollte es zuerst nicht annehmen, denn sie hatte noch nie so viel Geld auf einmal in ihren Händen gehalten. Doch Assariël bestand darauf, denn er wusste genau, dass Elâvrin keine Vorstellung davon hatte wie teuer das Leben in Sasserine war. Mit ihrem wenigen Geld würde sie nicht einmal ein paar Tag Unterkunft und Essen kriegen...

Und so stand sie denn vor dem Azur-Tor im Osten der Stadt, als die Probleme begannen. Elâvrin musste feststellen, dass Sasserine sehr strenge Gesetze hat, was das Halten von wilden Tieren betrifft. Da half es merklich wenig dass sie schwor, die Tigerin unter Kontrolle zu haben und dass von ihr keine Gefahr ausgeht. Ohne gültige Papiere kein Eintritt. Und auf die Frage, was sie denn mit dem Tier machen soll wenn sie es nicht mit in die Stadt nehmen darf reagierte die Torwache nur mit einem Schulterzucken. Und als Elâvrin dann hörte, was nötig war um die Papiere zu erhalten und was der Spass kostet, da explodierte die kleine Elfin fast. Die Aussage, sie habe schon wilde Tiere gezähmt da habe sein Vater noch in die Windeln geschissen, brachte ihr auch nichts ein ausser wilde Flüche und die Drohung einer saftigen Geldbuse.
So sass sie etwas ratlos vor den Toren und überlegte sich, wo sie Sassaia denn nur unterbringen könnte. Da nahte ein Händlertross dem Tor und Elâvrin machte sich neue Hoffnung. Es war ein Gruppe von vier Wagen, welche beladen waren mit unzähligen Käfigen, in welchen allerlei Wildtiere steckten - vorallem Vögel schienen sein Hauptgebiet zu sein, denn aus den dutzenden von Käfigen pfiffen hunderte von Vögel und veranstalteten einen öhrenbetäubenden Lärm. Offenbar einer der unzähligen Händler, welche in der weiteren Umgebung von Sasserine Wildtiere fingen oder kauften, um sie dann in der Stadt weiter zu verkaufen oder hier nach Übersee einzuschiffen.
Elâvrin sprach den Händler drauf an, ob er womöglich ihren Tiger mit seiner Warenladung in die Stadt einführen könne. Doch der Hänlder musste sie enttäuschen, Grosstiere dürfe auch er nur mit den entsprechenden Papiere einführen, welche man am besten bereits im Voraus beantragen müsse. Und zudem habe er sowieso keine Erlaubnis für den Handel von solch gefährlicher Wildtiere wie ihrer Katze, und rumpelte die letzten hundert Meter zum Stadttor...

Doch offenbar nahm es der Händler mit den Gesetzen selber auch nicht so genau. Denn nachdem die Torwachen die Papiere überprüft hatten, schien ihnen etwas suspekt. Oder es lag an seinem leicht nervösen Auftreten des Händlers oder dem verdächtigen Rumpeln, dass trotz dem ohrenbetäubenden Lärm der Vögel zu hören war. So kletterte eine Torwache hinten auf den ersten Wagen und begann die Ladung zu überprüfen. Er zog einzelne Käfige raus, stapelte Kisten um und versuchte in die dahinter liegenden Käfige zu spähen. Und als er so zwischen den Käfigen rum wühlte, da kam plötzlich Bewegung in die Sache. Plötzlich schrie der Soldat auf und verlor den Halt an den Kisten. Und als er mit den Armen wild rudernd rückwärts von der Ladefläche fiel und sich versuchte an einigen Kisten fest zu halten, da begann der ganze hintere Teil der Ladung zu kippen. Kisten zerbarsten, Vögel zerstoben in alle Richtungen und zwischen all den Federn kam der Grund für den Aufschrei der Wache zum Vorschein. Zwischen den zerborstenen Kisten stand ein riesiger Tiger, sein Käfig auf der Seite liegend und auf ganzer Front eingedrückt. Und der Tiger war nicht nur sehr wild, er schien auch zu ahnen, dass der Käfig nicht mehr ganz war. Denn wild tobte er im Käfig umher und war sich gegen die Holzgitter, welche mit einem Bersten nachgaben. Und dann war vor den Toren erst recht der Teufel los.
Menschen rannten panisch schreiend umher, die überraschte Wache versuchte sich in ihrem Torhaus in Sicherheit zu bringen und der Händler versteckte sich unter dem hintersten Wagen. Und dazwischen wütete der wilde Tiger. Es war das perfekte Chaos und Elâvrin hätte am liebsten die Chance gepackt und wäre mit Sassaia in die Stadt geschlüpft. Doch ohne Papiere würde sie da sowieso bald auffliegen, und die Aufmerksamkeit des Tigers schien inzwischen von den umherflatternden Vögel auf jene Menschen zu wechseln, welche eigentlich nur das Tor hatten passieren wollen. Denn dumm wie die Leute nun mal waren zogen sie sich nicht ruhig zurück oder machten sich klein sondern lenkten den Tiger mit ihrem panischen Geschrei und wilden umhergerenne gar auf sie. Das konnte ja nicht gut ausgehen!
Und noch bevor Elâvrin sich entscheiden konnte wohin sie sich zurückziehen soll, da stürzte sich der Tiger bereits auf den ersten Menschen. Es ging so schnell, Elâvrin konnte nicht einmal erkennen, ob das Opfer ein Mann oder eine Frau gewesen war - sie war sich nur sicher, dass das Opfer diesen Angriff unmöglich überlebt haben konnte. Und bereits verbiss sich der Tiger in ein neues Opfer und schüttelte es im Blutrausch wild umher. Die Schreie des armen Bauern liesen Elâvrin das Blut in den Adern gefrieren! Fluchend pfiff sie Sassaia bei Fuss und ging langsam auf den Tiger zu. Während dieser sie zuerst nicht bemerkte und weiter sein nur noch röchelnd schreiendes Opfer umher schleuderte, änderte sich dies sofort, als der Tiger die Witterung von Sassaia aufnahm. Der Tiger schnellte herum und schien beim Anblick der Tigerdame plötzlich alles um ihn herum vergessen zu haben. Mit einem gewaltigen Brüllen kam er selbstbewusst auf Elavrin und Sassaia zu, welche zwar fauchte aber weiter bei Fuss blieb. Ok, sie hatte nun seine Aufmerksamkeit, aber was jetzt? Das Männchen war riesig, viel grösser als Sassaia. Wenn der Tiger sich auf sie stürzte, würden weder sie noch Sassaia eine Chance haben. Doch der wilde Tiger fauchte Elâvrin nur genervt an und umkreiste die beiden - oder wohl viel mehr Sassaia. Er schien eindeutig gefallen am Weibchen zu finden. Elâvrin versuchte zwar auf den Tiger und vor allem auf Sassaia beruhigend einzureden, aber es bewirkte nicht viel. Und sie spürte, dass Sassaia extrem angespannt und inzwischen auch mit vor Angst angelegten Ohren neben ihr stand. Es würde nicht mehr viel brauchen und Sassaia würde entweder ausbüchsen oder angreifen - und wohl beides würde wohl für die viel kleinere Tigerin tödlich enden. Doch dann brüllte der Tiger plötzlich laut auf, getroffen von einer ganzen Salve von Armbrustbolzen. Und noch während der Tiger sich der inzwischen in einer Reihe formierten Torwache zuwandte schnellte eine zweite, tödliche Salve auf den Tiger zu.

Was dann geschah hat Elâvrin im Nachhinein nur noch vage in Erinnerung, zu sehr brauste noch das Adrenalin und die Angst durch ihre Adern. Der Händler war unter dem Wagen hervorgezerrt und in Handschellen abgeführt worden, viele unbekannte Leute hatten ihr die Hand geschüttelt und mehrere von der Torwache hatten aufgeregt mit ihr geredet. Und dann war jemand neues von der Stadtwache aufgetaucht, hatte wild herum gebrüllt und Elâvrin ins Torhaus beordert. Und kurz drauf stand sie wieder draussen bei Sassaia, in den Händen einen ganzen Stapel Papiere, welche ihr und vor allem Sassaia den Aufenthalt in Sasserine erlaubte...


Werte

Attribute

  • ST 14
  • GE 18
  • KO 14
  • IN 12
  • WE 21
  • CH 8

Trefferpunkte

  • 80 TP

Sprachen

  • Allgemeinsprache (Perlenmeer)
  • Elfisch
  • Druidisch
  • Sylvanisch
  • Drakonisch
  • Terran
  • Aquan
  • Auran
  • Ignan
  • Alt-Maztec
  • Neu-Maztec

Talente

  • Zauberfokus
  • Verstärkte Herbeizauberung
  • In Tiergestalt zaubern
  • In Tiergestalt sprechen
  • Durschlagender Zauber

Spezielle Ausrüstung und Fähigkeiten

  • Resistenzumhang +1
  • Buckler +1
  • Lederrüstung +1
  • Perle der Macht des 1. Grades
  • Perle der Macht des 3. Grades
  • Perle der Macht des 4. Grades
  • Amulett der Weisheit +2
  • Heilergürtel
  • Auszeichnung "Turm von Sasserine"