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Abenteuer 01

Tagebuch

Das Heulen des Aaskönigs

Das Tagebuch der Heldengruppe


21. Calistril 4707 AR
Morgentor, 5. Stunde. Begrüssung durch Meister Garavel und Aufbruch. Teilnehmer an der Karawane:
Meister Garavel bin Ilham bin Hamad Al-Iba: Mensch mit dem Geschenk der Paktmeister. Ein Kämpfer. Kampfstil ist auf höchste Effizienz ausgelegt und erscheint minimalistisch.

Meister Zastoran: Mensch (Gerüchten Zufolge ein Halbling, Wahrscheinlichkeit dafür ist gering). Aufgeschlossenes und mitteilsames Auftreten. Alchemist und Mann des Wissens. Genaue Aufgabe unbekannt.
Meister Eloais Elerosae: Elf. Varistischer Mystiker. Ausschliesslich negative Vorhersagen, was der Moral des Zuges abträglich ist. Genaue Aufgabe unbekannt.
Meister Hadrod bin Nabil bin Hadrod Bel'Kala und Mistren Hadrah bint Malika bint Amana El'Akir: Menschliches Paar. Kameltreiber. Sehr fürsorglich und mit gutem Herzen.
Mistren Gijii al'Dabriv'n ai'dal Bra'veran quil'dei Bara'versin Cul'cham eran Kurani'ven'diven iba Dervina'feen: Gnomin. Wegsucherin. Hat Erfahrung mit Karawanen und ist Magiebegabt (arkan, spontan). Forsches und ungeduldiges Wesen. Auftrag: Neben Schutz der Karawane Auftrag der Wegfinder (unbekannt).
Meister Najim Safahan Zah'haleeb dun Jasu'ud: Halbelf, Kämpfer. Junger Mann, Anhänger der Sarenrae. Auftrag: Schutz der Karwane, evtl. weitere Motivation? Nachtrag: Hat durchaus Potential ein Kämpfer unserer Sache zu werden.
Die Löwen von Senara (Söldnertrupp): Meister Trevvis Stordramir, Mistren Kallien Loran'ah, Meister Dullen Elaythrael do'Harven, Mistren Brotis Berbramir, Mistren Yesper Elaythrael do'Harven, Meister Utarchus Taukalf Effizient ohne Sinn für angemessenen Respekt und Höflichkeit (ausser Soldgeber).

20. Gozran 4707 AR
Ankunft in Solku nach 5 Wochen Reise. Zwei Tage Rast um Vorräte aufzufüllen.

22. Gozran 4707 AR
Aufbruch der Karawane nach Kelmarane. Neu zur Karwane gestossen:
Händlerprinzessin Almah Roveshki: Mensch. beschränkt ihre Kontakte auf Meister Garavel, Meister Eloais und Meister Zastoran. Einschätzung schwierig.

Fixx, Keldon, Podarn, Vodrave: Menschen. Leibwächterinnen von Lady Almah. Äussert aufmerksam und pflichtbewusst.
Meister Dashki: Mensch. Sehr ungepflegt und Kontaktscheu. Äusserst unhöflich. Geht am Stock, schweres Humpeln.
Nachtrag 1: Fühlt sich offenbar zu Lady Alma hingezogen.
Nachtrag 2: Ist nicht beeinträchtigt. Humpeln ist eine Maskerade.


Der Brand im Lager

28. Gozran 4707 AR
Rast bei der Klaue des Sultans (ein alter Baum). In der Nacht brennt und explodiert Meister Eloais Wagen. Tote: Meister Eloais, Mistren Kallien. Verletz: Meister Trevvis
Auftrag von Meister Garavel an Meister Najim, Mistrin Giji und mich: Erkundung er Ursache des Feuers (Sabotage wird nicht ausgeschlossen). Mitglieder der Karawane verdächtigen Meister Dashki. Erste Lügen Meister Dashkis werden enttarnt, dann verdächtigt dieser Pugwampis (sehr kleine hyänenartige, humanoide Kreaturen, welche Unglück bringen sollen).
Auftrag von Lady Almah: Existenz oder Nichtexistenz der Pugwampi beweisen. Meister Dashki, Meister Najim, Mistren Gijii und ich machen uns auf dem Weg.
Ergebnis: Pugwampi existieren und haben Unglück mit grosser Wahrscheinlichkeit während des Diebstahls einer Ziege der Karawane durch ihre Fähigkeit Unglück zu bringen herbeigeführt.

29. Gozran 4707 AR
Beisetzung von Meister Eloais und Mistren Kallien.
Gespräch mit Lady Almah zum Grund für die Karawane: Kelmarane wurde vor 18 Jahren verlassen. Angeblich wegen Krankheiten oder bösen Flüchen. Genauer Grund ist angeblich unbekannt. Eingriff durch die Paktmeister wird bestätigt. Lady Almah bestreitet zu wissen in welcher Form und aus welchem Grund die Paktmeister eingegriffen haben.
(Notiz: Bei Gelegenheit Lady Almah nochmals darauf ansprechen).
Vor ca. zwei Jahren hat sich ein Gnollclan in Kelmarane niedergelassen und den Kampfmarkt bezogen. Es wird die erste Aufgabe dieser Karawane sein, den Gnollclan zu vertreiben.
Beschluss: Karawane wird nicht direkt nach Kelmarane gehen, sondern diese sicher in einiger Entfernung in den Ruinen eines alten Klosters lagern.
Auftrag an Meister Najim, Mistren Gijii und mich: Ruinen des Klosters durchsuchen und sichern, bevor die Karawane sich dorthin begibt.

30. Gozran 4707 AR
Aufbruch zu den Ruinen des Klosters in der Morgendämmerung. Ankunft um die Mittagszeit. Meister Najim entdeckt drei Pugwampis.



Bei Sarenrae, heute war ein langer Tag - ein sehr langer Tag! Und doch, oder gerade deshalb, möchte ich deinem Brief auch heute wieder ein paar Zeilen hinzufügen.

Wie Gestern noch geschrieben, hat Lady Almah uns ja den Auftrag gegeben, als Spähtrupp die Ruinen eines Klosters zu durchsuchen. Und so sind wir (Lady Al'Azar, Gijii und ich) noch vor Morgengrauen aus dem Lager aufgebrochen. Dashki, dieser faule Hund, hat uns dabei nicht begleitet. Ja ja, sein Bein! Aber egal, mir ist es eh lieber wenn er nicht dabei ist. Nicht das ich etwas gegen ihn habe, aber ich bezweifle, dass auf ihn verlass ist, wenn es hart auf hart kommt. Und wie du ja bereits weisst ist er auch sonst nicht gerade die angenehmste Begleitung.
Jedenfalls kamen wir gut voran und bereits nach ein paar Stunden hatten wir freie Sicht auf die Klosterruine, steht sie doch gut sichtbar auf einer kleinen Anhöhe. Doch bis wir schlussendlich da ankommen brennt die Sonne bereits wieder unerbittlich auf uns herab. Ich bin wirklich heilfroh, dass Gijii mich mit ihren Zauberkräften vor der Hitze der Sonne schützt, ohne dies wäre diese Hitze unerträglich. Keine Ahnung wie sich Mutter freiwillig für ein Leben in der Wüste hatte entscheiden können. Wie auch immer, leider würde dieser Zauber von Gijii die einzige gute Nachricht des Tages sein.

Die erste unliebsame, wenn auch nicht wirklich überraschende Entdeckung war, dass die Ruine von Pugwampis bewohnt wird. Aber obwohl Lady Al'Azar in ihrer schweren Rüstung nicht wirklich leise ist, konnten wir dennoch unbemerkt ins Hautschiff des Klosters schleichen. Doch was für ein trauriger Anblick! Diese Ruine war einmal ein Kloster Sarenraes gewesen, doch nun liegt alles in Trümmer: die Stelen gekippt, die Statuen zerschlagen, die Wände verschmiert.
Doch kurz darauf trafen wir auf eine Gruppe jener Wesen, die sich nun an diesem geweihten Ort niedergelassen hatten. Ach, du hättest Lady Al'Azar sehen sollen: selbstbewusst ging sie uns allen voran, stellt sich unerschütterlich vor diese hässlichen Kreaturen und verlangt im Namen der Dämmerblume, dass sie sich ergeben und für ihre Schandtaten verantworten. Doch statt sich zu verantworten hatten diese wilden Monstrositäten nur ihr bellendes Lachen von sich gegeben und Lady Al'Azar attackiert. Und du wirst es mir kaum glauben, aber eines dieser Viecher konnte sogar irgend eine Art von Magie wirken. Kaum zu Glauben, aber was Rahim mir über unzählige Jahre des Studiums vergeblich versuchte beizubringen gelingt selbst einer so wilden, hässlichen, unseligen Kreatur? Es ist beschämend, denn auch wenn ich seinen Weg nie wirklich begehen wollte, so frage ich mich dennoch, ob eigentlich ein jeder und alles ihm ein besserer Schüler gewesen wäre? Aber ich schweife ab. Denn wie auch immer, mit ihrem Angriff auf Lady Al'Azar hatten diese Monster ihr Todesurteil erwirkt und wir machten dieser Brut den Gar aus.

Danach gingen wir schweigend und betrübt durch die Ruine. Denn überall entdeckten wir die stummen und verblassten Zeugnisse eines schrecklichen Frevels: das Kloster war nicht etwa verlassen sondern offenbar mitten in der Nacht überfallen worden. An vielen Orten konnten wir noch immer die Spuren eines wilden Kampfes sehen, und einige der Bewohner hatten offenbar im Schlaf ihren gewaltsamen Tod gefunden.Beim weiteren durchsuchen der Räume fanden wir noch eine eingefallene Turmtreppe sowie eine versperrte Kammer und beschlossen, zuerst das Hauptgebäude zu durchsuchen und diese beiden Orte später zu sichern. Doch während Lady Al'Azar und ich schweren Herzens durch die Ruine schreiten, schien Gijii das Ganze eher interessant als bedrückend zu finden. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als wir auf eine zerstörte Bibliothek trafen. Da stürzt sie sich auf die modrigen Bücher und begann zu wehklagen und zu weinen, als ob sie in dem Raum ihre ganze Familie erschlagen vorgefunden hätte! Verstehst du das? Ich jedenfalls nicht und ich musste mich beherrschen um sie nicht zurechtzuweisen! Wie kann man ein paar alten Bücher so nachtrauern, während einem der Tod so vieler gottesfürchtiger Gläubiger so kalt lässt? Aber das Immerlicht lehrt uns ja Mässigung und Geduld, und so hielt ich mich zurück.

Schlussendlich gelangten wir in den Kreuzgang, welcher früher einmal eine wunderschöne Oase der Ruhe gewesen sein musste. Doch auch wenn der Garten längst verdorrt und die Wandreliefs vermutlich viel ihrer alten Farbe und Pracht eingebüsst haben, so fühlten wir noch immer etwas von der alten Erhabenheit dieses Ortes. Dies lag vor allem an den riesigen Reliefs, welche die Mauer des ganzen Hof umspannten und wohl eine der unzähligen Heldentaten der Templer der fünf Winde erzählte. Nachdem wir schweigend den Kreuzgang abgelaufen hatten drangen wir noch tiefer in die Ruine ein. Schliesslich sollten wir ja überprüfen, ob die Ruine sicher war und sich als Lager eignen würde. Und tatsächlich: kurz darauf trafen wir auf ein Nest von Blutmücken. Blutmücken! Wer kennt keine Geschichten über diese Quälgeister? Und wie in den Geschichten stürzten sie sich tatsächlich sogleich auf das schwächste Opfer! Aber zum guten Glück wurden wir die Viecher los und konnten auch das Nest mit einem Feuer ausräuchern. Und so ging es weiter und wir gelangten schlussendlich in den Altarraum.
Aber beim Lichte Ihrer Flamme - welch eine Schandtat! Selbst jetzt kommt mir noch die Galle hoch! Ich erspare dir lieber die Details, nur so viel: diese Monster hatten sich nicht nur im Altarraum niedergelassen und die Leichname der erschlagenen Priester geschändet sondern auch den Altar und gar die heilige Schrift entweiht! Das durften wir nicht ungesühnt lassen! Doch diesmal waren es mehr dieser kleinen Pugwampi - und auch wenn du es mir nicht glauben wirst: diese Viecher bringen das Unglück genau so sicher mit sich wie das Pesh den Rausch! So viel Unglück KANN jemand gar nicht aufs Mal haben – und erst recht nicht drei Leute gleichzeitig.

Sei's drum, schlussendlich besiegten wir die Pugwampi und ihren Anführer. Und so konnten wir endlich auch diese Gotteslästerung beenden. Während Lady Al'Azar sich um die Heilige Schrift kümmerte, räumte ich im Altarraum wenigstens den gröbsten Unrat weg. Und wie nicht anders zu erwarten wühlte Gijii lieber in den zerfallenen Büchern, als dass sie uns geholfen hätte.
Aber schlussendlich haben wir auch zu zweit diesen geweihten Ort wieder so weit säubern können, dass Lady Al'Azar eine einfache aber schöne Messe halten konnte. Und ich möchte gar nicht verheimlichen, welche unheimliche Genugtuung es in mir auslöste zu wissen, dass an diesem Ort nach zwanzig Jahren der Schändung endlich wieder die Heiligen Worte der Dämmerblume gesprochen wurden!

Inzwischen war Nachmittag und wir beschlossen, nun noch die beiden letzten beiden Orte auszukundschaften. Als erstes gingen wir auf den Turm, den ich schon vorhin kurz erwähnt habe. Oben trafen wir auf unzählige Spinne, und eine davon war enorm gross gewesen. Kein Witz, das Vieh mass ganze zwei Schritt und es war äusserst aggressiv, so dass wir das Getier erschlagen mussten.
Erst nun konnten wir die Aussicht bestaunen, die wir von der Turmspitze aus hatten. Man konnte die ganze Region überblicken und endlich sah ich Kelmarane - den Ort, von dem ich mir so viele Antworten erhoffe...

Nun war nur noch die verschlossene Türe zu überprüfen, und dann könnten wir Lady Almah Bericht erstatten. Doch bei Sarenrae, es kam alles ganz anders. Ich weiss nicht, wie ich das Geschehene in Worte fassen soll - zu schrecklich war das Erlebte, zu frisch sind die Erinnerungen!




Liebe Analaiya, es tut mir leid, wenn ich dich in meinen Zeilen von gestern Abend geängstigt habe. Ich war noch so aufgewühlt, ich konnte das Geschehene nicht begreifen geschweige denn in Worte fassen. Nun, ich kann es noch immer nicht, aber ich kann dir wenigstens versichern, dass wir alle in Ordnung sind. Inzwischen ist ein Tag vergangen und wir sind zurück im Lager der Karawane. Ich versuche dir wenigstens einen groben Abriss der Geschehnisse von gestern zu beschreiben, womöglich vermag ich ja später einmal ausführlicher zu Berichten.

So standen wir also vor dieser verschlossenen Türe. Aber sie war nicht etwa abgeschlossen sondern die Ritzen der Türe waren mit Gold vergossen worden. Ja Gold! Natürlich weckte dies unsere Neugier, und noch unheimlicher wurde es als ich spührte und so brachen wir die Türe auf. Dahinter führte eine Treppe in die Krypta des Klosters, der letzten Ruhestätte für ganze Generationen von Priester. Doch leider war auch dieser geheiligte Ort entweiht worden. Eine abscheuliche Kreatur, mehr tot denn lebendig, hatte hier unten offenbar vor sich hin vegetiert und mit allerlei Essenzen und Gebräu an den Leichen herum experimentiert. Jedenfalls zeigte die Kreatur sogleich ihr wahres Wesen und verwandelte sich in eine abscheuliche untote Kreatur. Es kam zu einem Kampf auf Leben und Tod schrecklichen Kampf, doch schlussendlich obsiegten wir und hatten endlich das Kloster befriedet. Doch wir alle hatten unzählige Wunden davon getragen und daher die letzte Nacht im Schutz der Ruine verbracht. Erst heute Morgen konnten wir zur Karawane zurückkehren, wo wir Lady Almah...

Ah, wir werden wieder gerufen und ich muss vorerst enden. Ich musste heute viel an dich denken und ich hoffe, es ergibt sich bald einmal eine Möglichkeit, dir diesen Brief zukommen zu lassen. Doch bis dahin werde ich weiterhin versuchen jeden Tag von den wichtigsten Geschehnissen zu berichten...




Sicht auf Kelmarane

1. Desmus
Um die Mittagszeit kehrten wir von unserer Exkursion in das Kloster der Sarenrae ins Lager zurück. Dashki erwartete uns bereits. Still sass er am Eingang des Lagers und zeigte mit keiner Regung an, dass ihn unsere Rückkehr irgendwie interessierte. Ganz im Gegensatz zu Garavel, der uns begrüsst, kurz mustert. An den Augen unseres Kämpen Najim bleibt sein Blick kurz hängen. "Lady Almah erwartet uns", sagt er knapp und führt uns in ihr Zelt. Die Lady ist entspannt, bietet uns Kissen an und wir berichten von den Pugwampis, der Spinne und den Blutmücken, der Schändung von Kloster, Bibliothek und Katakomben. Den Untoten Alchemisten streift unser Bericht nur kurz – wir alle scheinen uns einig zu sein, dass Najim selber berichten muss – und so wird nichts über die Sache mit dem Gold gesagt. Das Wichtigste an der Sache aber ist, dass wir das ehemalige Kloster durchaus als Ausgangspunkt für weitere Exkursionen nutzen können.
Aber klar, der Lady ist die Veränderung in Najim’s Augen nicht entgangen und sie fragt nach. Er will nicht darüber sprechen, also erzählt RoShanai in kurzen Worten von der goldenen Substanz, die ihn umschlossen hatte um dann in ihm zu verschwinden. Na ja. Das Verschwinden erwähnte sie eigentlich nicht... Während den Worten von Ro wirkt Najim gequält, windet sich in seinen Erinnerungen, wie mir scheint. Lady Almah fragt uns, ob wir die Veränderung des Kämpen als gefährlich einstufen. Ro antwortet ganz nach ihrer Art kurz und knapp mit "Nein", worauf ich noch erwähne, dass es schien, dass der Alchemist scheinbar das, was Najim wiederfahren ist, für sich wollte. Und dass sich N seither nicht irgendwie anders verhält. / Die Frage, wieso das Kloster damals aufgegeben wurde stellt sich. Wir erzählen von den Zeichen des Kampfes in den Katakomben und dass es oben keine Toten gab. Jetzt wo ich das schreibe, fällt mir auf, dass oben irgend Jemand "aufgeräumt" haben muss. Es kann nicht sein, dass die Toten, die wir fanden, alle waren. Wo sind die Leichen aus den blutgetränkten Betten? Wo die Männer, die die Türen samt Mauern eingedrückt haben? Na ja, die haben wohl überlebt und sind wieder gegangen. Aber die Mönche... wir haben kaum Überreste von Mönchen gefunden! /Aber ich schweife ab. Ich muss zusehen, dass ich knapper schreibe, ansonsten reichen die Seiten der Bücher nicht aus, die ich mit mir führe – und wenn ich noch so klein schreibe. Und ja... die Namen werde ich künftig abkürzen müssen, nicht nur den von Ro.
Nach einem guten Essen brechen wir auf. Die Reise verläuft ereignislos und kurz nach Einbruch der Dunkelheit nehmen wir das Kloster in Beschlag. Zastoran macht sich sogleich im Kellerlabor bereit, um herauszufinden, woran der Untote gearbeitet hatte, die Lager werden aufgeteilt und zu meinem Schrecken richtet sich Almah in der Bibliothek ein! Ausgerechnet. Ausser dem einen Buch hab ich gar nichts davon und sie lässt mich nicht mehr hinein, um mich mit den Büchern zu beschäftigen! Sie macht sich dadurch nicht unbedingt allzu sympathisch bei mir. / Vom Turm aus sehe ich Lichter in der Stadt. Dullen von der Wache raunzt mich an, als ich ihn nach Garav’s Fernglas Frage. Später stellt sich heraus, dass der Grund der war, dass wir von der Wache befreit wurden, um uns um die anderen Dinge zu kümmern und sie deswegen mehr zu tun haben. Die Aufregung legt sich allerdings ziemlich schnell wieder. Sie scheinen zu bemerken, dass wir deswegen nicht nichts tun. / Um Mitternacht hören wir ein leises markantes Bellen und Heulen von Kelmarane her, dem ein Heulen aus dem Bleichen Gebirge antwortet. Dies wiederholt sich jede Nacht. Laut Dashki handelt es sich dabei um den Aaskönig. Netter Name. Und noch nettere Kommunikation, interessanterweise handelt es sich dabei nicht um die übliche Sprache der Gnolle.

2. Desmus
Morgens versammelt uns Garavel. Teilt mit, dass er sich um Klosterbrunnen kümmert, Trevvis & co. Wachen abdecken und wir Gegend absichern, aber Kelmarane nicht zu nahe kommen sollen. Dashki soll uns wegen der Gnolle & co auf meine Anfrage hin begleiten. Karten scheint es auch in der Bibliothek keine zu geben. Ich könnte welche anfertigen, mein Wegfinder bietet dazu eine ideale Hilfe. Dash. muss erst gesucht werden – er hat sich in dem kleinen Raum mit den goldenen Wänden auf einer schimmligen, stinkenden Matratze ein Nest gebaut. Eklig, wie er sich gehen lässt. Fehlt nur noch, dass er beginnt sich zuzudröhnen. Egal. Er erzählt uns (wir müssen ihm alles einzeln aus der Nase Ziehen) von den Gnollen. Sie sollen von Lamashtu erschaffen worden sein, leben in Stämmen, teils sesshaft, teils nomadisch, starke Hierarchie, kämpfen wie wir mit Waffen, haben eigene Sprache, und Lautsprache (heulen). Sie waren die Ersten, die Katapesh besiedelten und sehen uns als Eindringlinge. Sie sehen im Dunklen, sind nachtaktiv, fressen am liebsten Frisches, noch warmes, Fleisch, auch Aas, roh & blutig.
Dash. sträubt sich wie immer, stellt sich ziemlich dumm und kommt erst mit, als wir erwähnen, dass Lady A. das angeordnet hat. Er hinkt mehr als je zuvor, aber als er gehen wollte, hinkte er gar nicht. Umrunden das Lager, D. findet 2x Spuren ca 24h v. Pugw. Weg von Lager. Peshfeld im Norden, 1.5h. Dash: Gräber unter Peshfeld. Würmer, gross, Zähne, reagieren auf Erschütterungen, leben da, Beute durch Kegel Treibsand. Unterwegs sieht Najim über Kelm. was grosses fliegen und landen. Nicht gut gesehen, wesentlich grösser als Geier. Zurück, Bericht bei Lady A. & Garav. Dash. haut vorher ab. Lady A. scheint Bücher in Bibliothek zu sortieren. Ich darf nicht helfen. Enttäuschung. Yesper (Wache) meldet Bewegungen in Kelm. Wir gehen auf Turm, 3 Gnolle bringen Humanoiden hinaus. Treiben ihn vor sich her, 200m vor K. Scheinen ihr schliesslich Eingeweide und Kehle rauszureissen. Ich frage mich, wieso sie nichts davon fressen? Viel zu weit weg um einzuschreiten. Ro rennt erst los, bis sie’s realisiert. Schreie sind Wahnsinn. Frage ob das eine Warnung ist. Für uns? Für Andere? Ro liest Messe für Tote. Beobachte Kelm, Geier über Kadaver, Patrouillen ohne feste Route.

3. Desmus
Trevvis hat in Nacht Fort im Gebirge entdeckt. Zufall, schwache Lichter. Wer? Wieder Alarm, wieder wird Mensch, diesmal mittels Stangen, Richtung Peshfeld rausgetrieben. Wir können gleichzeitig da sein, gehen los.


Kampf gegen den Staubgräber

Gefangener kniet in Lichtung, Gnolle schlagen um ihn auf Boden, bemerken uns nicht als wir ankommen. Maul tut sich auf, als wir kommen, verschlingt Gefangenen. Tentakel aus Erde, Kampf. Ro befreit Gefangenen, umarmt Gefangenen, kennt ihn. Dürfen keinen entkommen lassen, verfolgen und töten fliehende Gnolle. Knapp. / finden toten Pugw. in Peshfeld – den, der Dash. immer mit sich rumgetragen hat. Er war in Feld. Laut Ro schon heut Morgen keinen Pugwampi mehr dabei. Gefangener Aihalan, kennt Ro seit Kindh. Er kann heilen. Einmal - und ich bin von nah am Tod - voll wiederhergestellt! Und das ohne spezifischen Gott. Seltene Gabe. Sucht Haleen hier, was wie grosse Schwester, vor 1/2 j verschwunden. Seherin sagte, dass er sie hier findet. Hat sich Gruppe der Wegsucher von Tarangrim (hab ich kennengelernt bei Wegsucher-Loge) angeschlossen, die zu Nethys-Schrein wollte. Zahlte in Gold. Hoffe, Tarangrim lebt noch, will ihn wiedersehen. Wird staunen! / Zurück: Wir bekommen Lob, wurden beobachtet (frage mich, wieso k. Unterstützung?). Leider hat Aihalan in Kelm. nichts sehen und hören können, weil dauernd eingesperrt oder Sack über Kopf. Sollen Einsiedler suchen, der sich bei Schrein aufhalten soll. Ai will mit uns kommen, ich finde Heiler ist GUT. Zastoran soll ihn prüfen. / Wir suchen Dash. Reden wg tot. Pukw. Er sagt, dass er in Feld war letzte Nacht, aber nicht wieso. Soll für uns nicht relevant sein & geht uns nix an. Ro lässt ihn schwören, dass das stimmt und bittet ihn, das Lager nicht zu verlassen. Er bejaht. D scheint eigene Motive zu haben – ich hoffe, er wird nicht zum Problem. / Lady A Streitet mit Gar. als wir kommen. Sie schickt uns zu Schrein, Einsiedler kann hilfreich sein. G scheint nicht zu wollen. Ai soll uns begleiten, Zast. lobt ihn. Ai kennt Weg zu Schrein. / Abends bekommt Ai Besuch von einem Wüstenfuchs ohne Namen. Scheint sein Gefährte zu sein. Süss. /

4. Desmus
Reise ohne Vorkommnisse / Als wir Fluss Queren, waschen wir uns, Ai hat grosses Drachentattoo auf Rücken. Weiter. Rast.

Haidar Yunan (Osirianischer Adelsname) Besuch in der Nacht. auf Leopardenjagd (in Katapesh von aussterben bedroht. Was macht er wirklich hier? Osirian ist nicht hier!). Sie traut ihm nicht, aber wegen Abstand sieht sie keinen Grund uns zu wecken. Ich finde es fahrlässig! Er redet von Gefährten, schien aber allein zu sein.

5. Desmus
Steil, führen Kamele. Finden Schrein, Überreste, Grundmauern. Aihalan: Schrein vor 100erten J erbaut um vergessene & gefährliche Magie zu studieren. Priester behaupten, Allsicht Nethys steigt aus Gebirge auf./ (Karte Schrein)/ Wind stinkt nach Verwesung. Wasserspeier leicht magisch – Beschwörung. Magische Energie knistert in Hauptraum. Szene an Wand: Nethis Heer von Elementaren, Städte werden errichtet, Meer gebändigt, Feinde vernichtet. Statuen, eine Humanoide mit Vogelkopf (liegt daneben). Finden Falltüre, Schacht, führt in Gang. Ro ruft, Seil – wir steigen in die Tiefe.



5. Desnus
Relativ leicht ist der Abstieg in den Schacht. Unten angekommen müssen wir nicht weit durch einen Gang gehen, bis wir im ersten Raum sind. Lampen tauchen den Raum in ein kränklich blaues Licht. In den vier Ecken steht je eine Statue. Eine Gestalt mit Affenkopf in sprungbereiter Haltung. In einer anderen Ecke steht ein Pharao und schaut zu der Affengestalt. In einer weiteren Ecke steht eine seltsame Gestalt in Tücher gewickelt und in der Letzten wieder der Pharao mit schmerzt verzerrtem Gesicht.
Keine Ahnung für was dieser Raum dienen soll. Einzig Gijii findet Krallenspuren, die scheinbar von einer grösseren Wildkatze stammen.
Bevor wir in den nächsten Raum gehen bitte ich noch die anderen um einen Dolch, damit ich nicht ganz so wehrlos bin. Ro reicht mir einen magischen Dolch von ihrem Gürtel. Noch nie hatte ich eine magische Waffe in der Hand. Nur allzu bald würde ich sie auch einsetzen müssen.
Als Ro in dem ersten der zwei wegführenden Gänge eintritt, erscheint auf einmal ein eiserner Vorhang zwischen ihr und uns. ich stürze mich in den Gang in der Hoffnung nicht von Ro getrennt zu werden und als ich den Vorhand erreiche… Stolpere ich einfach hindurch. Eine Illusion hatte meine Sinne getäuscht. Und es würden noch mehrere Folgen, die mir oder meinen Gefährten sonderbare Dinge vorgaukeln.
Der nächste Raum, den wir erkundeten wirkte zu Anfang sehr unscheinbar. Doch als Ro den Raum betrat, fiel sie plötzlich nach oben und durch die Decke hindurch. ich folgte ihr. Zum einen weil ich wusste, dass der Sturz alleine mir nichts anhaben konnte und zum anderen fühlte ich mich nur bei Ro in Sicherheit solange Haleen nicht da war. So flog ich hinter ihr her, durch die Decke und landete in einer Art Grube. Doch zu unserem Unglück teilten wir die Grube mit einer steinernen Sphinx, welche auch gleich zum Angriff überging. Kurz darauf landete Gijii ebenfalls in der Grube. Und nach einigem Zögern kam auch noch Najim hinterher. Gemeinsam konnten wir die Sphinx erledigen. Wobei ich nicht viel ausrichtete und mich aufs heilen beschränken musste. Meine Fähigkeiten hätten bei einem solchen Wesen keine Wirkung gehabt. Doch trotz meiner beschränkten Heilkünste war Najim nach dem Kampf zwar wieder bei Bewusstsein – aber immer noch stark verletzt. So entschieden wir uns, bereits umzukehren und am nächsten Tag weiter in die unterirdischen Hallen vor zu dringen. Obwohl kaum ein halber Tag verstrichen war, waren wir alle recht erschöpft. Da ich keine Wunden aus dem Kampf getragen hatte, versorgte ich die der anderen und hielt die ganze Zeit wache. Dadurch blieb mir keine Zeit Najim zu seiner seltsamen Waffe zu befragen, welche mal golden oder mal einen normal metallischen Glanz hatte.
Am Abend wurde ich endlich von den anderen abgelöst und legte mich sogleich zusammen mit meinem kleinen Wüstenfuchs hin und schlief binnen Sekunden ein. Die Frage an Najim völlig vergessend. In der Nacht träumte ich vom Fliegen und wie die Welt plötzlich Kopf stand, von steinernen Kriegern mit goldenen Augen und Waffen und wie Gijii mit Tieren zu sprechen versuchte, diese sich aber scheinbar zu sehr vor ihr fürchteten.

6. Desnus
Am nächsten Morgen setzte ich mich wie immer Flappi gegenüber und er lehrte mich meine Zauber vorzubereiten. Nach einem kurzen Frühstück machten wir uns ungeduldig wieder auf den Weg.
Als wir wieder in den Raum kommen und überlegen wie wir weitergehen sollen, bemerke ich wieder Najim’s goldene Waffe und ich muss mir auf die Zunge beissen um ihn nicht gleich zu befragen. Aber hier unten wo jeder Schritt tödlich sein kann und Illusionen einem die Sinne rauben, war kein Platz für Ablenkungen. ich konnte ihn noch Fragen wenn wir hier raus waren. Sofern wir es schaffen sollten.
Dieses Mal gingen wir durch den anderen Gang in der Hoffnung dort mehr Glück zu haben. Dort erwartete uns eine Kirche, an deren Ende ein Altarblock war und ein kleiner Raum schien dahinter zu sein. Doch als wir uns näherten, traf Ro ein elektrischer Schlag und wir wichen vorsichtig zurück um uns zu beraten. Wenn wir den Raum dahinter untersuchen wollten mussten wir an dem Altar vorbei. Gijii trat mutig vor und offenbarte uns, dass sie durch ihre Affinität zu elektrischen arkanen Kräften einen Widerstand dagegen entwickelt hatte. Mit einem Seil gesichert – für alle Fälle – erkundigte sie den Altar und den Raum dahinter. Ausser einigen elektrischen Schlägen, welche sie ohne Probleme wegsteckte, fand sie nichts. Beim Rausgehen wurde sie überraschend anstatt von Elektrizität von einer Hitzewelle getroffen. Leicht angebrannt rette sie sich aus dem Kreis des Altars. Scheinbar wechselten die Attacken mit der Zeit das Element. Gijii konnte von Glück reden, dass es nicht viel früher passiert war.
Ein wenig enttäuscht drehten wir um und mussten wohl oder übel wieder in den Raum mit der umgekehrten Gravitation. Diesmal machte Najim den Anfang. Gijii gab ihm den Federfallring und er sprang über die erste Grube hinweg. Richtig, die erste Grube, denn diese Sadisten hatten gleich dahinter noch eine Grube angelegt mit falschem Boden und so fiel Najim durch die Illusion und landete auf spitzen Pfählen. Ein wenig geschockt über diese zweite Falle und mit einigen blutigen Rissen in der Kleidung kletterte Najim auf der anderen Seite wieder heraus. Er untersuchte kurz die zwei abzweigenden Gänge bevor wir uns alle einer nach dem anderen hinüber wagten. Eine interessante Erfahrung, so ein Sprung in dem man zuerst nach oben fällt und dann wieder nach unten. Auf alle Fälle hatten wir ihn alle gut überstanden und konnten uns auf den weiteren Weg machen.
Da der eine Gang schon seit geraumer Zeit verschüttet war wendeten wir uns dem anderen zu. Der nächste Raum war sehr seltsam. Er enthielt drei kupferne Kübel, wie Waschzuber und an der Decke waren etwas wie eine Haube angebracht aber mit etwas wie einem Rauchabzug. Keine Ahnung was dies Darstellen sollte und so gingen wir weiter. Wobei ich vielleicht erwähnen darf, dass ich Gijii gerade noch davon überzeugen konnte nicht an den Dingern herum zu experimentieren. Sie schien davon überzeugt dass es ungefährlich war, doch ich wollte kein Risiko eingehen.
Der scheinbar letzte Raum schien eine Art Bibliothek gewesen zu sein. Gijii schien den seltsamen Wannen sogleich vergessen zu haben und stürzte sich auf die Überreste. Doch schien alles Brauchbare längst weggeschafft worden zu sein. Einzig eine grosse Metallplatte hing an der Wand gegenüber dem Eingang und stellte Nethys dar wie er auf einer hölzernen Barke durch die Ebenen reist. Auch hier finden wir wieder Krallenspuren.
Etwas ratlos schaue ich mich hier um und dachte mir nur: Und an einem solchen Ort soll der Einsiedler leben?
Da entdecken wir Kratzer am Boden, die darauf hindeuten, dass die Platte mit Nethys scheinbar beweglich sein muss, und Ro scheint zu wissen was zu tun ist. Sie weist Gijii an einen destruktiven Zauber auf die Platte zu wirken und prompt schwingt die Platte beiseite. Dahinter wird es aber auf einmal sehr unheimlich. Ein grob in die Wand gehauener Gang öffnet sich vor uns. Angefüllt mit einem seltsamen grünen Nebel, bei welchem Gijii rasch erkennen kann, dass er giftig ist.
Da der Nebel langsam begann in unseren Raum hinüber zu schwappen blieb uns nicht viel Zeit. Jeder machte sich einen Wasserbeutel zu recht mit ein wenig Reserveluft. Dann beschlossen wir, dass Najim und ich voraus rennen sollten und Ro mit Gijii – da beide langsamer waren – uns folgen sollten. Und so rannten wir los ins Ungewisse. Statuen säumten den Weg und schienen einen Dinge über einen selbst zu Fragen, doch wir rannten einfach weiter. Der Gang schlängelte sich ein wenig und öffnete sich dann in eine grosse Kaverne. In der Mitte ein Sockel mit den hölzernen Überresten der Barke von Nethys. Dies hätte ich nicht gedacht hier vor zu finden. Doch kaum hatten uns die anderen eingeholt kam es noch viel dicker. Haidar Yunan trat hinter dem Sockel hervor.
Wutentbrannt zischte er Ro an: "Ihr solltet doch nicht zu den Ruinen kommen!"




Kampf gegen Haidar Yunan

6. Desnus
Am Ende des Ganges befand sich ein grosser, gasgefluteter Raum mit den hölzernen Überresten einer Barke. Hier fanden wir den gesuchten Einsiedler, welcher sich als Meister Haidar Yunan herausstellte. Er trat uns mit einem Dolch in der Hand gegenüber und bedrohte uns. Trotz allen Schlichtungs- und Beruhigungsversuchen griff er uns an - nachdem er sich in eine Art halb-Katapeshleoparden (Anmerkung: Lykanthrop) verwandelt hatte. Er griff vor allem (die Nahkampfschwachen) Aihalan und Mistren al'Dabriv'n an, was Meister Safahan und mich dazu zwang ihn möglichst schnell auszuschalten. Gemeinsam gelang uns dies glücklicherweise bevor jemand getötet wurde. Möglichst schnell verliessen wir daraufhin die gasgeflutete Kaverne durch einen Hinterausgang.
(Anmerkung: Das Gas ruft offenbar Halluzinationen vor)


Der Stossdolch von Haidar Yunan

Den bewusstlosen Haidar Yunan habe ich in meine Obhut genommen. Sein Zustand und sein Fluch erlauben es nicht, dass er sich selbst überlassen wird. Im Gespräch stellte sich heraus, dass er einst der Falken-Emir von Ipeq war, jedoch über den Dolch in seinem Besitz mit dem Fluch der Lykanthropie belegt wurde. (Anmerkung: Der Dolch wurde von Meister Zastoran untersucht). Unfähig seinen Fluch zu kontrollieren hat er viele Leben vernichtet, unter anderem jenes seiner eigenen Ehefrau. Haidar Yunan bat mich darum ihn zu richten und ihm das Leben zu nehmen um ihm so eine Gnade zu erweisen.
(Einschätzung: Haidar Yunan ist zwar selbstmordgefährdet, hat aber einen sehr starken Überlebenswillen. Getrieben wird er von Selbsthass und dem Wunsch nach Vergessen und Vergebung. Ich denke, der Fluch muss gebrochen werden um dem Mann so die Möglichkeit der Sühne zu geben. Geschieht dies, wird Haidar Yunan mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit der Dunkelheit den Rücken kehren)


Narg, Stammesanführer der Drei Kiefer

7. Desnus
Bei der Rückkehr ins Kloster fand sich Lady Almah in ihren Hoffnungen enttäuscht. Abadars Einfluss auf ihre Einstellung ist sehr deutlich, da sie mich tatsächlich gefragt hat, weshalb wir Haidar Yunan nicht einfach getötet haben.
Nach diesem Gespräch haben wir entdeckt, dass Meister Dashki verschwunden war. Auch hat er Gold aus dem Andachtsraum gestohlen und so einen Frevel begangen. Doch für ihn hatten wir keine Zeit. Stattdessen musste ich mich um Haidar Yunan kümmern, da die Nacht des Vollmondes bevorstand. Auf Anraten von Haidar Yunan betäubte ich ihn, so dass er nach seiner Verwandlung niemanden angreifen konnte. Der Plan funktionierte.
In der Nacht erhielten wir Besuch von sechs Gnollen vom Stamm der Drei Kiefer, die Lady Almah ein Bündnis vorschlugen. Meister Dashki befand sich in ihrer Begleitung, offenbar als ihresgleichen. Bei den Gnollen handelt es sich um einen Stamm (Anführer Narg), welcher sich mit dem Stamm der Kulldis aus Kelmarane im Krieg befindet. Über den Anführer der Gruppe, Hargk, erfuhren wir, dass die Gnolle aus Kelmarene sich im Kampfmarkt befinden und von einem Menschen angeführt werden. Ihnen zufolge werden die Kulldis aus Kelmarane abziehen, sollte der Anführer fallen. Sie boten uns die Unterstützung von 12 Gnoll-Kriegern an. Lady Almah nahm das Bündnis-Angebot an.

8. Desnus
Der Plan Lady Almahs sieht nun vor, dass die verbündeten Gnolle zusammen mit Haidar Yunan in Kelmarane für eine Ablenkung sorgen, während Meister Safahan , Aihalan, Mistren al'Dabriv'n und ich den Kampfmarkt infiltrieren und den Anführer der Kulldis ausschalten. Auf Wunsch von Lady Almah werde ich ihren Plan Haidar Yunan unterbreiten. Sollte er sich jedoch dagegen entscheiden uns zu unterstützen, werde ich hinter dieser Entscheidung stehen.
(Anmerkung: Meister Safahan erweist sich in der Planung als ehrenhafter Kämpfer und Stratege, wohingegen Mistren al'Dabriv'ns Pläne sehr erratisch und von Heimlichkeiten geprägt sind).



Sehr geehrter Vater, liebe Mutter,

ich hoffe Euch geht es gut! Ich weiss, Ihr habt Euch sicher Sorgen gemacht, dass Ihr nun schon seit mehreren Wochen keine Nachricht mehr von mir erhalten habt. Doch wie ich es bereits in meinem Brief aus Solku angekündigte, hatte ich seither leider tatsächlich keine Möglichkeit mehr, jemandem meine Briefe mitzugeben.
Ich hoffe jedoch, dass Euch zusammen mit diesem Brief wenigstens auch all die anderen Briefe zugestellt werden, welche ich seither an Euch verfasst habe. Aber am wichtigsten ist, dass Ihr zumindest diesen einen in Euren Händen haltet – auch wenn dies bedeutet, dass ich Euch leider Kummer bereiten muss. Denn wenn Ihr diesen Brief erhält, dann bedeutet dies, dass ich gescheitert bin. Doch gerade dann ist es besonders wichtig, dass Ihr diese Nachricht erhält. Daher werde ich ihn Lady Al'Azar anvertrauen – ihr wird es am ehesten gelingen, lebendig aus diesen Geschehnissen heraus zu kommen. Doch entschuldigt mich, ich beginne am besten am Anfang.

Ich weiss, Ihr habt meine Suche nach meiner Vergangenheit nie gebilligt und mich immer gewarnt, dass meine Besessenheit mich in den Untergang treiben werde. Genau wie meinen Eltern werde Kelmarane auch mir nichts als Unglück bringen – und wie immer hattet Ihr offenbar auch dieses Mal recht. Doch lassen wir diesen Punkt, wir haben sowieso schon zu oft darüber diskutiert – und leider auch gestritten, was mir immer sehr leid tat.

Und doch bereue ich nicht, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Denn ich habe hier Sachen erlebt, die ich zwar nicht verstehe, aber die womöglich wenigstens Euch einen tieferen Sinn ergeben? Ihr habt mir nie erzählt wollen, wieso meine Mutter – möge Sarenrae ihre Seele erlösen – mich ausgerechnet in Eure Obhut übergab. Und auch meine Mutter wollte mir nie verraten, woher Ihr Euch kanntet oder ob wir gar miteinander verwandt sind, und ich respektierte ihren Wunsch. Aber falls wir verwandt sind oder Ihr womöglich gar Vater kanntet, dann bedeutet es Euch womöglich viel zu erfahren, was mir widerfuhr. Zumal ich weiss, wie sehr Ihr Euch als Anhänger von Nethys für Magie und alte Geschichten interessiert.

Wie Ihr in meinen anderen Briefen entnehmen könnt, ist Vaters Waffe nicht mehr, was sie früher war. Oder ist sie womöglich erst jetzt wieder was sie einmal war? Aber ich sollte solche Spekulationen lieber unterlassen – ich weiss ja, dass Ihr allgemein nichts von solchen Mutmassungen haltet. Jedenfalls hat die Essenz mich ja nicht nur mit dem Nordwind vereint und mir ein Teil Vardishals hinterlassen sondern mich auch mit der Waffe verbunden. Und was auch immer diese Macht sein mag die er mir gab – er wusste offenbar, dass uns in Kelmarane einer der Fünf Winde erwarten würde. Denn wie Ihr lesen könnt prophezeite er mir, dass ich den Gefahren in Kelmarane nicht gewachsen sei und dort den Tod finden würde. Und dennoch oder gerade deshalb vertraute er mir diese Macht an, die älter als die Götter selbst ist, um dadurch eine neue Zukunft zu erschaffen. Was er wohl alles sah – ausser Kardswann?

Aber ich setze am besten da ein, wo ich den letzten Brief beendet habe. Wir bereiteten uns also auf den Angriff auf Kelmarane vor und ich muss Euch sicherlich nicht erzählen wie nervös ich war, endlich meinem Ziel so nahe zu kommen. Ich fühlte richtiggehend, dass uns in Kelmarane etwas wichtiges widerfahren würde. Doch je länger sich der Tag hin zog, desto stärker drängten sich Gedanken an die bevorstehende Schlacht in den Vordergrund. Ich hatte es mir irgendwie immer sehr heroisch vorgestellt, doch nun sah es ja so aus als ob wir gemeinsam mit Gnollen und dem Osirianer in die Schlacht ziehen, nur um uns dann unsichtbar aus dem Staub zu machen. Doch noch schlimmer als die Scham war die Angst! Die Angst davor, noch einmal auf solch grausige Art den Tod zu finden wie im Kloster! Die anderen schienen der ganzen Sache hingegen sehr gelassen entgegen zu blicken. Lady Al'Azar, begleitet von Gijii, informierte Haidar über den Plan und dieser bedingte sich mehr Bedenkzeit aus. Aihalan kümmerte sich in der Zwischenzeit mit Meister Zastoran um den Dolch und die Tränke.
So verging der Tag unerträglich langsam und ich sehnte mich nach dem nächsten Morgen. Einzig während der brillanten und zugleich schönen Abendandacht von Lady Al'Azar konnte ich wenigstens eine Zeit lang die Sorgen ablegen und ruhe finden. Auch Haidar schien von der Rede beeindruckt, denn er sicherte ihr danach seine Unterstützung zu.

Am Morgen des 9. Desnus geschah dann etwas, was Euch sicherlich fasziniert, mich aber quälte. Ohne es zu merken Sprach ich in Auran. Ihr könnt Euch vorstellen wie verwirrt mich die anderen betrachteten. Aber viel schlimmer war, dass ich mich nicht Herr meiner selbst fühlte. Es sind Teile von Ihm, die wie Blasen aus dem Unterbewusstsein aufsteigen, und die ich nur schwer von meinem eigenen Ich zu trennen vermag. Ich traue nicht einmal mehr meinen eigenen Gedanken! Denn sind es wirklich meine? Oder sind es alte Gedanken oder Erinnerungen von Ihm? Wie kann ich das Erkennen, ausser es ist so eindeutig wie in diesem Falle? Doch bevor ich mich den anderen und vor allem mir selber Erklären musste platzte Aihalan herein und noch nie war mir eine Ablenkung so willkommen wie in diesem Augenblick.


Dämon in den Diensten der Kulldis

Und so ging es schlussendlich zu den Gnollen des Stammes der Drei Kiefer, welche bereits ungeduldig auf den Angriff warteten. Gemeinsam marschierten wir auf Kelmarane zu und zu meiner Überraschung war auch Dashki mit dabei. Er schien sich unter den Gnollen wohl zu fühlen, auch wenn sie ihn nicht wirklich ganz als einen der ihren betrachteten. Und ganz im Gegensatz zu uns drückte er sich auch nicht vor der Schlacht, und dies obwohl uns in den Ruinen der Stadt nebst den feindlichen Gnollen auch ein Dämon erwartete!

Wir hingegen machten uns Unsichtbar und bahnten uns einen Weg hinauf zum Kampfmarkt. Am vereinbarten Treffpunkt trafen wir uns wieder und schlichen gemeinsam in das grosse Kuppelgebäude. Im Innern sahen wir mehrere Gefangene, welche gefesselt und geknebelt auf einem Podest in der Mitte des Raumes knieten. Doch kaum ging Lady Al'Azar auf die Gefangenen zu, da wurde sie wieder sichtbar und eine Stimme verlangte, dass wir uns alle uns zeigen sollen. Nichts war also aus dem Plan geworden, heimlich nach dem Anführer zu suchen.


Übersicht über den Kampfmarkt

Einem nach dem anderen wurde die Unsichtbarkeit gebannt, einzig Gijii konnte unsichtbar die Treppe in den oberen Stock betreten. Doch mir war dies egal denn ich entdeckte den Sprecher, welcher sich selbst als Sprachrohr des Aaskönigs bezeichnete, und ich erkannte ihn. Ihn und seine Axt! Nein, eigentlich waren es Seine Erinnerungen, welche mich Kardswann erkennen liessen. Und es waren auch Seine Emotionen, die mich übermannten. Zuerst Wiedersehensfreude und Überraschung, dann Enttäuschung und schlussendlich Zorn und Mitleid. Wie konnte der Wind des Südens nur so Tief sinken? Selbst meine Waffe schien sich an ihren Bruder zu erinnern, anders kann ich mir ihr starkes Pulsieren nicht erklären.

Nach einem kurzen Wortwechsel zwischen Lady Al'Azar und Kardswann hetzte dieser uns nicht nur seine ihm untergebenen Gnolle sondern auch einen Oger und mehrere Grottenschratte auf den Hals. Ich versuchte den anderen etwas Zeit zu erkaufen und zog die ganze Meute auf mich, während ich mich immer knapp ausser Reichweite des Ogers haltend durch die Gänge zurück zog. Und zumindest Aihalan nutzte diese Zeit aus um einen Plan zu ersinnen, der sich im Nachhinein als Siegbringend herausstellen würde. Als ich mit dem ganzen Tross im Schlepptau um eine Ecke bog, erschuf er hinter mir ein Spinnennetz und verstrickte den Oger und einen Grottenschratt. Ich hatte nun wiederum etwas Luft und konnte den von Meister Zastoran hergestellten Trank trinken, welcher mich zu einem Hühnen anwachsen liess. Bei Sarenrae, was für ein Gefühl! Zwar etwas unbehände aber mit der Kraft eines Riesen tanzte meine Waffe durch die Riehen der Gegner und mähte einen nach dem anderen nieder. Dies war auch dringend nötig, denn von hinten näherten sich die Gnolle und ihr gnollischer Anführer.


Ugruk

Doch auch hier hatte Aihalan die passende Antwort, und versetzte nicht nur den Anführer sondern auch den sich befreiende Oger mittels Magie in tiefen Schlaf. Und da inzwischen auch Lady Al'Azar und Gijii in das Kampfgeschehen eingriffen, begann sich das Blatt zu wenden. Und nochmals erstaunte mich Meister Aihalan, als er dem schlafenden Oger das Messer in die Kehle rammte. Es mag hässlich und wenig ehrenhaft erscheinen, aber wer so klar und offen nach dem Leben einer Geweihten Sarenraes trachtet, der hat keine Gnade verdient. Und zu diesem Zeitpunkt waren wir auch noch nicht Herr der Lage. Erst mit dem Fall des Ogers und des Gnollanführers war die Sache entschieden und die restlichen Gnolle versuchten zu fliehen. Erst jetzt bemerkten wir, dass wir nicht ganz alleine gegen die Gnolle gekämpft hatten. Im oberen Stockwerk hatte eine verhüllte Frauengestalt eine weitere Gruppe von Gnollen ausgeschaltet. Und als wir der Frau schlussendlich gegenüberstanden und diese ihren Schleier lüftete, da stellte sich heraus, dass Lady Al'Azar diese Fremde kannte – wie sie alle Fremden in diesem Teil der Wüste zu kennen scheint – und Lady Al'Azar stellte sie uns als Haleen vor.





Verehrter Vater, Ihr seht, weshalb mir wichtig ist, dass wenigstens Ihr davon erfährt, was mir widerfahren ist? Wenn Ihr mehr über meine wahre Familie wisst, dann könnt vielleicht Ihr Euch einen Reim daraus machen, was mir zugestossen ist – und wieso. Ob es an der Waffe liegt? Oder war ich einfach zur falschen Zeit am falschen Ort? Und doch, Er hatte gesagt, dass Er auf mich gewartet habe? Aber wieso denn auf mich? Wäre Lady Al'Azar nicht eine viel fähigere und würdigere Trägerin gewesen? Oder ist es Teil meines Erbes, welches wir weder Ihr noch Mutter anvertrauen wollte?

Nun, womöglich komme ich ja auch heil aus der ganzen Geschichte raus und Vardishal hatte tatsächlich eine neue Zukunft kreiert. Eine, wo ich Kelmarane überleben würde. Womöglich kann ich Euch ja selber Fragen, denn bisher hat Kelmarane mehr Fragen als Antworten gebracht...

In Dankbarkeit und Liebe
Jasu'ud

PS: bitte richtet auch Hanifha meine wärmsten Grüsse aus, und ich hoffe Desna möge ihr stets nur die schönsten Träume bringen.




Haleen

Wir treffen auf Haleen, eine menschliche Frau in Kettenhemd, bewaffnet mit einem Rapier; Sie fragt uns, ob wir wissen, worauf wir uns einlassen. Wir erklären ihr, dass wir nicht wirklich eine Ahnung haben, es für uns aber keine andere Wahl gibt. Haleen erzählt, dass Der Typ, den wir oben auf dem Balkon gesehen haben, das Sprachrohr des Aaskönigs und sehr grausam ist, sein Name ist Kardswann. Die Naga soll noch schlimmer sein als er – aber sie gehört nicht zu ihm, es handelt sich bei ihr um einen Gast – und wenn er besiegt ist, wird sie sich wohl zurückziehen. Sie will es uns wiederholt ausreden, schliesst sich dann aber unserer Sache an: sie will die Naga so lange beschäftigen, wie wir benötigen, um Kardswann und seine übrigen Flints (so nennen sich die grossen Gnolle) zu besiegen.
Schliesslich stürmen wir hoch – allzu viel Zeit bleibt uns nicht, in Anbetracht dessen, dass die Zauber, die auf uns liegen nur eine beschränkte Wirkungsdauer haben. Als wir die Treppe hoch kommen, täuscht RoShanai mit der Türe an – und prompt verschiessen die beiden Flint's, die uns oben erwarten ihre Munition auf die Türe. Alsbald stürmt sie hinein; doch die Enge im Treppenhaus und die Nähe, in der die beiden Gegner zur Tür stehen, hindern uns daran, auszuschwärmen. Aber es geht auch so, wenn vielleicht nicht gar so schnell, wie ich mir das wünsche. Aihalan's Fähigkeit, die Gegner in Schlaf zu versetzen und meine neu erworbene Fähigkeit, ihnen lebende Albträume zu verschaffen, sind erstaunlich wirkungsvoll. Zumindest bei den Flint's. Haleen bewegt sich schnell und graziös und führt ihr Rapier mit unglaublicher Genauigkeit zu den Stellen an der Feinde Körper, wo die grösste Wirkung erzielt werden kann.\\ Als wir die beiden überwunden haben, gehen wir weiter – einen Gang hinunter über mit Mosaiken belegten Boden und an mit Fresken verzierten Wänden vorbei auf den Balkon hinaus, wo uns die Beiden erwarten. Seltsame Geschichte, wenn man bedenkt, wie viel Zeit sie hatten, um sich auf uns vorzubereiten. So dumm können die nicht sein – ausserdem waren sie zuvor nicht mehr zu sehen, als wir hier hinauf geblickt hatten. Mit der Vermutung lagen wir goldrichtig, dank des Zweifels an den Illusionen zerfaserten diese alsbald. Ich frage mich Grad, wo die Beiden wohl versteckt sein mögen, als RoShanai uns zuruft "Ich sehe, wo sie sind!" und im selben Augenblick auf Kardswann zustürmt, der kurz darauf sichtbar wird. Ich versuche es wieder mit meinen Phantomgestalten, doch diesmal sind die Versuche umsonst. Kardswann als auch die Naga scheinen die Illusion so gut zu erkennen, wie ich ihre erkannt habe. Najim schreit Kardswann an "es ist eine Schande, was aus Dir geworden ist!", sein goldenes Schwert pulsiert und er drischt auf ihn ein, verfehlt ihn aber. Verwirrung zeichnet sich auf Kardswann's Gesicht ab "nach all den Jahren..."
Ich stocke – kennen sich die Beiden? Doch bald wird mit klar, dass es sich bei Kardswann um einen der Kämpfer handelt, die wir im Kloster auf den Fresken gesehen haben. Aber.. das kann doch irgendwie nicht sein? Die Fresken waren alt, die Legende von Kardswann stammt aus einer Zeit vor meiner. Und wenn er dermassen alt und mächtig ist... dann haben wir keine Chance. Wie um meine Gedanken zu beweisen, treffe ich ihn wieder und wieder nicht. Und wenn, scheint es ihm kaum Etwas auszumachen. Haleen kämpft mit mässigem Erfolg gegen die Naga. "Beeilt Euch!" ruft sie uns zu, als Kardswann Najim antwortet: "Jetzt, Vardishal – rechnen wir ab!" und stürzt sich auf ihn. Vardishal? Das Gold... kann es denn möglich sein? Denk ich mir, als sich eine Segnung von Ro her über uns senkt und neuer Mut mich durchdringt. Wie auch immer – es muss doch zu schaffen sein! Da mischt sich die Naga ein "Lass mir den mit den mehreren Seelen leben! Kümmere Du Dich um die Anderen.", worauf Kardswann zu mir läuft und mich übel trifft, während die Naga über die Brüstung springt und ein Stück von uns weg schwebt, so dass unsere Angriffe sie nicht mehr erreichen können. Schlag auf Schlag prasselt auf Kardswann ein und wie durch ein Wunder treffen wir jetzt eine um's ander Mal, bis er schliesslich durch einen finalen Hieb von Najim, während er sich noch mit einem Trank zu retten versucht, getötet wird.
Sofort lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf die Naga, welche noch immer vor uns schwebt und zaubert. Najim lässt seine Waffe fallen und nimmt den Bogen zur Hand, bewirkt damit aber so wenig wie ich mit meinen magischen Geschossen, die wirkungslos zerfasern. Ein Schild scheint sie zu schützen. Und dann ist ihr Zauber vollendet und ein schwarzer Strahl schiesst auf Najim zu. Haleen stürzt sich auf ihn und schubst ihn aus dem Weg, wodurch der Strahl in ihr sein Ziel findet. Haleen schreit voller Schmerz auf, um schliesslich in sich zusammenzusinken, die Naga verschwindet, Aihalan stürzt zu Haleen, Verzweiflung auf seinem Gesicht und versucht diese aufzuwecken. Sein kleiner Wüstenfuchs leckt ihr über's Gesicht – sie scheint leblos, doch kaum zu bemerken atmet sie noch, doch langsam beginnt sie auszukühlen, was Aihalan zu verhindern versucht. Ro erzählt, dass sie gesehen hat, dass die Naga mit dem Strahl Haleens Seele gestohlen – und in einen Kristall gesperrt – hat. Mit versteinertem Gesicht steht Najim daneben und sagt zu Aihalan: "Tut mir leid, ich habe nicht gemerkt, was sie vor hat...". Ro geht hinunter, sieht nach dem Kampf der Anderen.
Najim hebt die Axt des toten Kardswann auf, studiert abwesend lächelnd die eingravierten Symbole, die Scharten in der Klinge, da kommt RoShanai wieder nach oben: "Wir sollten hier kurz nachsehen, was alles rumliegt und dann nach unten, sehen wie's um die Anderen steht..." und so sind wir, Najim mit dem Toten Kardswann über die Schultern und der Axt in der Hand, Ro mit Haleen in den Armen bald auf dem Weg nach draussen. Unterwegs stossen wir in einem Zimmer auf eine Truhe, die bis unter den Deckel mit magischen Gegenständen gefüllt ist, eine Weitere verbirgt unmengen an Gold und Edelsteinen. Wir packen alles ein; immerhin soll nichts in die falschen Hände geraten. Weiter unten stossen wir auf ein Alchemistisches Labor, wo ich einige Schriftstücke einpacke. Als wir einen Blick in dei Zellen des Erdgeschosses werfen, finden wir zwar die Ausrüstung von Aihalan und seinen Begleitern, jedoch nirgends eine Spur, die auf Thorangrim's Verbleib schliessen lässt. Ich hatte doch sein Trugbild gesehen... er MUSS doch irgendwo hier zu finden sein! Denke ich im stillen. Erst jetzt wird mir wirklich bewusst, wie sehr ich den Gnomen, mit dem ich damals nur einige wenige Worte getauscht hatte, in's Herz geschlossen habe. Ich hatte so gehofft, hier auf ihn zu treffen – und nicht mehr alleine zu sein.
Als wir aus dem Kampfmarkt in die Sonne hinaus treten, sticht uns das Licht in die Augen, welche sich an die Düsterniss des Gebäudes gewohnt hatten. Überall liegen die Körper toter Gnolle und der Geruch von Blut liegt schwer in der Luft. Erst jetzt wird mir bewusst, wie viele Leben das hier gekostet hat udn was das Alles bedeutet. Ein Würgen schnürt mir die Kehle zu.
Wir folgen den letzten Geräuschen, die durch die Häuser hallen und treffen auf eine Gruppe Überlebender: Drei Gnolle und ein Flint stehen um eine am Boden liegende Gestalt, daneben ein Gnom, Thorangrim – er muss es sein! Am Boden liegen tote Gnolle, zwischen denen wir uns einen Weg zu den Anderen bahnen. Als wir näher kommen, wandelt sich meine Freude in Entsetzen: Ja, da steht Thorangrim und schreit die Gnolle an, neben sich einen toten Dämonen liegend. Doch Thorangrim hat sich verändert. Er steht wankend da, seine Arme.. durchbohrt von riesigen Nägeln, die eine Keule und einen improvisierten Schild an seinen Armen festhalten. Dreck und altes Blut vermischt sich mit neuem... Im Hintergrund höre ich die Stimme von Ro, die den Gnollen zu drohen scheint, doch ich kann ihr nicht zuhören, zu sehr nimmt mich der Anblick gefangen. Thorangrim. "Was haben sie mit Dir getan?" murmle ich. Nun reden die Gnolle mit Ro. Ihre kehlig bellenden Worte schneiden in meine Ohren. Thorangrim. Ich löse mich aus meinem Entsetzen, geh vorsichtig zu ihm hin. "Thorangrim..." spreche ich ihn an, aber er scheint mich weder zu sehen, noch zu Hören. Thorangrim!!! ich schreie jetzt. Er schwankt. "Ich bin es, Gijii.. weisst Du nicht mehr? Wir haben uns getroffen, bevor Du aufgebrochen bist.." nun sieht er mich an, ich glaube Erkennen in seinen Augen zu sehen, er murmelt: "Hilf nicht mir, hilf ihm!" und da sehe ich Haidar Yunan auf dem Boden liegen, doch Ro scheint sich um ihn zu kümmern. Und Thorangrim sieht so... so kaputt aus. "Könnt ihr ihm helfen?" fragt er. Ich habe noch immer den Heiltrank in der Hand, den ich im Kampf... ich glaube Najim geben wollte. Von Thorangrim sehe ich zu Haidar, dann wieder zurück. Haidar liegt wie tot da, noch halb verwandelt, wie wir ihn im Schrein getroffen hatten, da gebe ich mir einen Ruck. Kniee mich neben ihn, um ihm den Trank einzuflössen und ihn gleich wieder Ro's Obhut zu überlassen. Das Sollte reichen, mehr kann ich eh nicht tun. "Ist es vorbei?" fragt Thorangrim noch und sackt in sich zusammen. Schnell bin ich neben ihm. Wieso habe ich bloss den Heiltrank... Ich krame einen Wasserschlauch hervor und mit einem Zipfel meines Schals Tupfe ich ihm sachte das Gesicht ab, doch er erwacht nicht mehr; eine tiefe Ohnmacht scheint ihn zu umfangen. Mir läuft eine Träne über die Wange, der Geruch nach entzündetem Fleisch sticht mir in meine Nase. All die Wunden... langsam beginne ich ihn zu waschen, in der Hoffnung, dass er in den Tiefen seiner Ohnmacht spürt, dass er nicht alleine ist. All das hier. All der Tod, das Leiden. Alles nur, weil er gerne auf Abenteuer geht. Wie ich das auch mache. Aber ist es das wirklich Wert? Noch nie hatte ich irgendwelche Zweifel an dem Sinn, Wissen zu sammeln und ihm nachzueifern. Noch nie habe ich gezaudert, selbst hierher bin ich mit kühlem Herzen aufgebrochen, voller Neugierde, nicht bedenkend, was uns hier erwarten könnte. Dabei hatte ich es ja gesehen. Wenn auch von weitem, aber hätte ich darüber nachgedacht, hätte ich es wissen müssen. Aber weder wusste ich es, noch hätte ich es mir überhaupt auch nur im Ansatz ausmalen können. All das... war für mich immer eine Art Spiel. Aber nie im Entferntesten hätte ich an so was gedacht. Nicht mal an Thorangrim hatte ich viele Gedanken verschwendet, auch wenn ich wusste, dass er hier sein muss. Meine Hand mit dem feuchten Tuch folgt den Konturen von Thorangrim's Wunden. Sie selber auszuwaschen traue ich mich nicht. Ich sehe ihn an, präge mir die kleinsten Einzelheiten seines Körpers ein. Erinnere mich an das Lachen, damals, als wir uns kennenlernten. Und sehe den geschundenen Körper vor mir. Irgendwann kommt Aihalan zu uns rüber, heilt Thorangrim, doch noch immer wacht der nicht auf. Hinter mir richtet sich Haidar auf, wenigstens ihm scheint es gut zu gehen. Er ist wieder menschlich. Immerhin. Immerhin er hat es geschafft. Und Thorangrim wird es auch noch schaffen. Ai redet mit den Gnollen, dann Ro. Es scheint sich um unsere Verbündeten zu handeln. Irgendwann trollen sie sich, wie es scheint, sind sie die Einzigen Überlebenden. Auch Dashki, der Stinker ist tot. Die Anderen kommen zu uns, Ai hilft mir, Thorangrim zu tragen. Wie betäubt folge ich ihnen zum Tempel, der aber magisch versiegelt scheint. Ein rotes Leuchten umschliesst die Türe, welche Ro nicht öffnen kann, also gehen wir zurück, in den Kampfmarkt, in Zimmer mit Betten, wo Thorangrim neben Haleen zu liegen kommt. Thorangrim ist ausgetrocknet, ich flösse ihm unter Anweisung Suppe ein. Dann entferne ich seine Kleidung, wasche ihn und seine Wunden mit Alkohol. Immer die Stimme von Ai oder Ro hinter mir, die mir sagt, was ich dabei zu beachten habe. Wie lange haben die mit ihm schon ihre Spiele gespielt? Die Wunden an seinen Armen sehen alt aus und noch immer stecken die Nägel darin. Ich fühle mich versteinert. Ro will ihn operieren, doch erst brauchen sie weitere Utensilien. Ich hoffe, Sarenrae wird ihre Hand gut führen. Ich bete. Zu ihr und zu Desna, eine kleine Hoffnung ist noch immer da in meinem Herzen, welches sich wie versteinert anfühlt.

Ich höre, dass die Anderen darüber diskutieren, dass wir die Karawane zu uns rufen wollen.



Wir hatten es geschafft! Doch zu welchem Preis? Kaum hatte ich Haleen wieder gefunden wurde sie mir bereits wieder genommen. Es war zum verrückt werden... Trauer und Müdigkeit war alles was ich noch fühlen konnte. Doch noch immer war viel Arbeit zu tun und Ro schien an allen Ecken gleichzeitig zu sein. Wir suchten zusammen einen grossen Teil des Kampfmarktes auf Geheimtüren oder -fächer ab. Dies dank eines Trankes von Vater Zastoran. Der Erfolg war mässig, wir fanden zwar Unterlagen doch waren sie in einer für mich und Ro fremden Schrift verfasst. Gijii war in der ganzen Zeit bei Thorangrim. Sie schien sich grosse Sorgen um ihn zu machen, ich hatte sie in der kurzen Zeit noch nie so erlebt. Sie lies kaum mit sich reden in den ersten Stunden. Einzig wenn sie Anweisungen entgegennahm wie man sich um Thorangrim zu kümmern hat. Ich hätte es ja selbst gemacht aber Gijii bestand darauf, dass sie selbst sich um den tapferen Gnomen kümmerte. Najim hielt Wache, falls doch noch ein paar Gnolle zurückkehren würden. Glücklicherweise kam einzig die Karawane gegen Abend. Und mit ihr natürlich die feige Lady Alma. Aber wir hatten es geschafft auch ohne die Hilfe von ihr, ihrer Leibwächter oder den Söldnern. Aber natürlich liess man uns für unsere Taten nicht bejubeln. Nein, nachdem Ro vor versammelter Truppe geschildert hatte was passiert war, hatte Lady Almah einzig einen neuen Auftrag für uns übrig. Ich musste mir auf die Zunge beissen um sie nicht anzubrüllen vor Wut und Enttäuschung. Doch während Lady Almah von den Geschehnissen längst vergangener Tage erzählte konnte ich mich langsam wieder beruhigen:

"Vor rund 20 Jahren kam ein Wesen nach Kelmarane. Seine Absichten sind bis heute unbekannt, doch war seine Bösartigkeit und Verderbtheit von derart grosser Intensität, dass es ihm möglich war die Priesterschaft der Sarenrae zu verderben. Selbst der Hohepriester Halruun geriet in den Bann dieses Wesens. Im Laufe der Zeit verschwanden immer wieder Leute im Tempel und wurden nie wieder gesehen. Die Bevölkerung wurde unruhig und verlangte eine Stellungnahme von der Priesterschaft. Doch diese stritten jegliche Vorwürfe ab, was zu einem offenen Konflikt führte. Das endete in einem Blutbad, als eine Horde von albtraumartiger Abscheulichkeiten aus dem Tempel stürmte und unter der Führung von Halruun in der Menge zu wüten begann."

"Diejenigen die zu fliehen in der Lage waren, wurden von einem Elfen, dessen Wille derart stark war, dass er durch das Wesen nicht verdorben werden konnte, ins Kloster geführt, in welchem wir vorhin unser Lager hatten. Dort verbarrikadierten sich die Überlebenden zusammen mit den Mönchen des Klosters. Der Elf jedoch wusste, dass sie im Falle einer Belagerung nicht lange überleben würden. So zog er mit einer Handvoll tapferer Männer und Frauen zurück nach Kelmarane, um die Quelle der Verderbtheit aus der Welt zu tilgen."

"Sarenrae selber muss ihre schützende Hand ium diese Gruppe gelegt haben, denn ihnen gelang es wider aller Wahrscheinlichkeit, bis in den Tempel vorzudringen und Halruun zu erschlagen. Doch dem Wesen selbst waren sie nicht gewachsen. Im Kampf mit dem Wesen musster der Elf mit ansehen, wie ein Begleiter nach dem anderen sein Leben liess. Als er erkannte, dass er alleine nicht in der Lage sein würde, das Wesen zu töten, floh er aus Kelmarane."

"Verwundet und erschöpft schleppte er sich zurück zum Kloster, nur um festzustellen, dass auch hier eine Schlacht getobt hatte. Offenbar war die Verderbnis mit den Flüchtlingen ins Kloster gelangt. In der vermeintlichen Sicherheit der Klostermauern hatten sie nicht damit gerechnet, dass das Böse bereits unter ihnen lauerte. Im Schlaf wurden sie von ihren eigenen Kindern, Brüdern oder Schwestern abgeschlachtet. Bis die Überlebenden realisierten, was passiert war, waren sie nur noch eine Hand voll.
Was dann genau geschah ist unklar. Als die Paktmeister mit ihrer Armee kurz darauf beim Kloster ankamen, war das Gemetzel vorbei. Von dem Elfen oder etwaigen Überlebenden fehlte jedoch jede Spur. Einzig fanden sie die Aufzeichnungen eines Mönches der Beschrieb was bisher geschehen war.
Die Armee der Paktmeister marschierte daraufhin weiter nach Kelmarane und tötete alles, was sich auch immer ihnen in den Weg stellte. Nur das Wesen selber waren sie nicht der Lage zu vernichten. Stattdessen sperrten sie es in der Krypta unter dem Tempel ein und versiegelten diese. Den Tempel selber belegten sie ebenfalls mit einem Bannzauber. Um Kelmarane endgültig zu befreien, liegt es nun an euch, die Krypta unter dem Tempel zu betreten und das Wesen zu vernichten. Nach 20 Jahren der Isolation sollte es für euch möglich sein, was die Armee der Paktmeister damals nicht geschafft hatte."

"Ihr habt in den letzten Tagen bewiesen, zu was ihr in der Lage seid. Eure Fähigkeiten sind.... aussergewöhnlich."

Ro nimmt den Auftrag nach kurzer Überlegung an. Sie kann bei einem besetzten Tempel Sarenraes nichts unversucht lassen egal wie ungewiss die Chancen auf Erfolg sind.
Als nächstes fragt Lady Almah Najim ob er einwilligt, doch dieser fordert mehr Bedenkzeit, was ich nur zu gut verstehen kann. Danach wendet sich Lady Almah mir zu und spricht mich mit Meister Sand an. Wie kann sie es nur wagen! Alle Wut kommt wieder in mir hoch und ich gifte sie an. Mache ihr klar, dass ich keine ihrer Marionetten bin und daher keine Verpflichtung sehe ihren Auftrag anzunehmen. Doch dann spricht sie von Schicksal, welches mich hierher geführt hätte vielleicht eben genau deshalb. Aber war es auch Schicksal, dass mich Haleen finden und gleich darauf wieder verlieren liess? Ich sprach diesen Gedanken nicht laut aus, sondern warf ihr noch irgendetwas an den Kopf bevor ich mich abwendete und davon lief.
Gijii war bei der ganze Unterredung nicht anwesend, sie schien sich nicht von Thorangrim trennen zu können.

Ich stieg bis nach ganz oben in das ehemalige Zimmer von Kardswann. Es war das luxuriöseste Zimmer und wenn Lady Almah die Möglichkeit gehabt hätte, hätte sie es sicherlich für sich beansprucht. Doch ich sah keinen Grund dies geschehen zu lassen. Kurze Zeit später kam Ro zu mir herauf. Ich konnte endlich mal bei jemandem meine Sorgen und Bedenken abladen. Ro war schon immer ein gute Zuhörerin gewesen. Wir sprachen über vieles und sie versuchte natürlich mich zu überzeugen bei der Befreiung des Tempels mitzumachen. Ich nahm ihr dies nicht böse. Wenn sonst hatte sie? Die seltsame und manchmal launische Gijii, welche evtl. gar nicht mehr von der Seite Thorangrims weichen würde? Ich hatte sie im Verlauf des Tages nochmals gefragt und sie kannten sich wirklich nur von einem halbstündigem Gespräch in der Halle der Wegsucher. Naja, vielleicht war dies ja auch so eine Gnomensache oder sie hatte sich in ihn verliebt oder es selbst zu bemerken.
Oder was war mit Najim ? Er schien so manches Geheimnis zu haben. Und er schien irgendwie in die ehemalige Geschichte der Templer der fünf Winde verstrickt zu sein. Doch war er, was seine Geheimnisse betrifft, eine verschlossene Person, die nicht gerne etwas dazu preis gab.
So blieb ich noch als einziger Freund für Ro. Meine Entscheidung war gefällt aber ich wollte sicherlich noch das eine oder andere aus der Sache raus schlagen.
Da klopfte es an der Tür. Vater Zastoran tratt ein und ich nutzte die Gelegenheit und nahm ihm das Versprechen ab, sich um Haleen zu kümmern sollte er nicht zurückkehren. Er wiederum versuchte Verständnis für die Situation von Lady Almah Roveshki zu gewinnen. Und wirklich sah ich so manches mit anderen Augen nach diesem Abend. Nachdem Vater Zastoran gegangen war, kam Gijii herein und bat uns um eine Besprechung. Ein wenig verwundert trafen wir uns alle. Doch Gijii wollte einfach von uns wissen was wir vom Angebot von Lady Alma hielten. Ich denke Gijii war immer noch recht aufgebracht wegen dem was mit Thorangrim war, denn ausser viel herum diskutieren brachte es nicht viel. Danach besprachen Ro und ich noch die anstehende Operation und anschliessend ging sie ihr Lager irgendwo aufschlagen und ich zu Bett.

Der nächste Morgen war ganz im Zeichen von der Operation von Thorangrim und so dauerte sie auch fast bis Mittag. Doch wir schafften es ihm alle Nägel und sonstigen Gegenstände zu entfernen. Zum Glück hatten wir diese Heilergürtel gefunden. Sie halfen uns sehr. Thorangrim schien in einer guten Verfassung nach der Operation, zumindest stabil und auf dem Weg der Besserung. Doch vieles konnten wir nicht mit einem Heilspruch heilen und so würde sich in den nächsten Wochen zeigen ob sein Körper stark genug war um selbst den Rest wieder herzustellen oder ob er die Hilfe mächtigerer Magie brauchen würde.
Mit Blut beschmiert brauchten Ro und ich im Anschluss dringend ein Bad und gingen dazu im Fluss baden. Da entdeckte sie mein wiedergefundenes Symbol von Desna, welches ich wieder trug und sprach mich sogleich darauf an. Ich antwortete ihr wahrheitsgetreu was natürlich um so mehr Fragen aufwarf. Auch da erzählte ich ihr alles, obwohl es sich selbst für mich völlig verrückt anhörte. Sie nahm es überraschend gelassen. Was wohl auch der Grund war warum wir dieses Gespräch nicht bereits viel früher geführt hatten. ich war unendlich erleichtert...

Den Rest des Tages bereiteten wir uns darauf vor den Tempel zu befreien und diese Kreatur zu vernichten. Vater Zastoran stellte sich wieder zur Verfügung uns einige Tränke herzustellen, was wir gerne in Anspruch nahmen. Weitere Hilfe zB. von Lady Almah konnten wir wohl vergessen. Aber hey, wir sind die Befreier von Kelmarane! Das hört sich doch nicht mal so schlecht an, finde ich.



  • Tempelbericht von RoShanai Ravan Al'Azar

Nachdem die Operation an Meister Del Lonadar am Vormittag in Anbetracht der Umstände gut verlaufen ist, habe ich am Nachmittag das Gespräch mit Lady Almah gesucht. Folgende neue Informationen konnte ich bei diesem Gespräch erhalten:

  1. Das Siegel ist dabei zu brechen und der Dämon hätte sich in den nächsten Tagen selbst befreien können. Also besteht keine Möglichkeit Verstärkung zu holen.
  2. Die Paktmeister sind dieses Risiko bewusst eingegangen um Lady Almah zu "prüfen".

Lady Almah versicherte mir, sich dafür einzusetzen, dass die Gläubigen Sarenraes den Tempel und das Kloster Kelmaranes wieder ihrem einstigen Zweck zu weihen. Ausserdem sprach sie von Visionen die Meister Eloais vor seinem Tod hatte und die wahrscheinlich meine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, sowie mich selbst betreffen. (Anmerkung: Sehr waage und keine nützlichen Informationen)
Nach dem Gespräch mit Lady Almah beratschlagte ich mich mit Aihalan, Meister Safahan und Mistren Al'Dabrivn. Nachdem Meister Del Lonadar mir zugesichert hatte, dass seine verstorbenen Mitstreiter mit der Nutzung ihres Eigentums zum Zweck der Zerstörung des Dämons einverstanden gewesen wären, wurden diese angemessen verteilt, da alle drei einverstanden sind, mich in dieser schweren Aufgabe zu unterstützen.
Meister Safahan hat offenbar das Bedürfnis Kardswanns Waffe an jene Quelle zurückzugeben, von welcher sie stammte (Anmerkung: Einzelheiten dazu im mündlichen Bericht). Da die Waffe äussert mächtig ist, beschloss ich, dass Meister Safahan diesen Wunsch in Solku selbst vertreten soll. Er gab mir sein Versprechen mit der Waffe im Tempel vorsprechen würde. Dafür ist er damit einverstanden, dass ich die Waffe im Kampf gegen den Dämon führen werde. Sarenrae stehe uns bei!

Nach der Morgenmesse brach Lady Almah das Siegel über dem Tempel und übergab mir den Schlüssel zur Krypta. In der ersten inneren Kammer der Krypta trat uns eine untote Abartigkeit entgegen. Offenbar hatte es sich dabei im Leben um einen jener verdorbenen Priester gehandelt, welche Kelmarane ins Verderben geführt hatten. Er hatte die Unterstützung eines Flammenwesens, welches die Gestalt des Immerlichts angenommen hatte. Gemeinsam zerstörten wir die Frevler.
Nach kurzer Suche fanden wir einen geheimen Gang, welcher uns weiter in die inneren Kammern hineinführte. Als wir schliesslich die innerste Kammer erreichten, wurden wir von dem Dämon bereits erwartet. Es sprach davon, dass sein Abkömmling bei uns sei und versprach dem ersten von uns, der zu Rovagug konvertierte, das Leben. Niemand liess sich auf den Handel ein, doch Meister Safahan veränderte sich körperlich und griff uns an. Offenbar sollte dies der besagte "Abkömmling" sein. Ich liess mich von dem Dämon nicht täuschen und versuchte mit Sarenraes Hilfe Meister Safahan vom Einfluss des Kreatur Rovagugs zu befreien. Leider erwies sich meine Intervention als zu schwach und ich wurde niedergestreckt. Nur wenige Augenblicke später jedoch spürte ich Sarenraes Schwingen, welche Heilung brachten. Ich konnte wieder kämpfen und zusammen mit Meister Safahan, welcher wieder er selbst war (Anmerkung: Einzelheiten dazu im mündlichen Bericht), nahmen wir die Kreatur in die Zange. Mit vereinten Kräften vermochten wir nun den Dämon, die abscheuliche Kreatur Rovagugs zu überwinden und zu zerstören. Gepriesen sei Sarenrae!